China zeigt Interesse an Seltenen Erden aus Kasachstan

von | 14. Sep 2023 - 10:44 | Politik

Kasachischer Präsident tauscht sich mit chinesischen Unternehmen zu Rohstoffen aus.

Kasachstan und China verhandeln über mögliche Lieferungen von Seltenen Erden. Dazu hat der kasachische Präsident Kassym-Jomart Tokajew die Geschäftsführer von zwei chinesischen Technologieunternehmen, Lingyi iTech und HG Technologies, am Mittwoch empfangen.

Bei dem Austausch stand die potenzielle Versorgung der Unternehmen mit Seltenerdmetallen aus Kasachstan für die Produktion von Bauteilen und Lasergeräten im Mittelpunkt. Weitere Einzelheiten wurden bislang nicht bekannt gegeben.

Auch das kasachische Innovationspotential war Gegenstand der Gespräche. Die beiden Länder kooperieren bereits im Rahmen der „Belt and Road Initiative“ Chinas. In einigen Staaten begegnet man dem Infrastruktur-Projekt mit zunehmender Skepsis: Wie wir Anfang der Woche berichteten, können immer mehr Partner im Rahmen dieser Initiative ihre Kredite nicht mehr planmäßig abbezahlen, sodass in der Folge von weiteren Refinanzierungskrediten die Abhängigkeit vom Reich der Mitte wächst. Anfang August wurde ein Bericht veröffentlicht, aus dem hervorging, dass die Volksrepublik im ersten Halbjahr 2023 eine Rekordsumme in die ausländische Metall- und Bergbauindustrie investiert hat.

Neben China auch Europa an kasachischen Rohstoffen interessiert

Die Europäische Union vereinbarte bereits im November eine strategische Partnerschaft mit dem ressourcenreichen Kasachstan zur Versorgung beider Seiten mit Rohstoffen, Batterien sowie grünem Wasserstoff. Neben der EU schlossen im vergangenen Jahr auch Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich mit dem asiatischen Land bilaterale Abkommen zu kritischen Mineralien ab. 

Photo: iStock/Oleksii Liskonih