EU und Kasachstan schließen strategische Partnerschaft zu Rohstoffen, Batterien und grünem Wasserstoff

von | 8. Nov 2022 - 10:19 | Politik

Entwicklung konkreter Maßnahmen innerhalb des nächsten halben Jahres angestrebt. Abkommen mit Namibia vor Unterzeichnung.

Ende Oktober weilte der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, in Kasachstans Hauptstadt Astana (wir berichteten). Thema der Gespräche mit Staatspräsident Kassym-Jomart Tokajew war die weitere Vertiefung der Kooperation des rohstoffreichen Landes mit der EU. Auf dem gerade stattfindenden Weltklimagipfel der Vereinten Nationen im ägyptischen Scharm al-Scheich wurde nun ein weiterer Schritt in diese Richtung unternommen: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der kasachische Premierminister Alikhan Smailov unterzeichneten am Montag eine Absichtserklärung zur Gründung einer Partnerschaft zwischen der EU und Kasachstan.

Ziel des Abkommens sei die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Versorgung mit Rohstoffen und veredelten Materialien, heißt es in einer Pressemitteilung. Vorgesehen sei zudem der Aufbau von Wertschöpfungsketten für erneuerbaren Wasserstoff und Batterien, um die grüne und digitale Transformation der Volkswirtschaften beider Seiten zu fördern. Innerhalb von sechs Monaten soll nun ein gemeinsamer Fahrplan mit konkreten Maßnahmen für das Erreichen dieser Ziele entwickelt werden. Am heutigen Dienstag wird von der Leyen mit dem Präsidenten Hage Geingob zusammentreffen und eine vergleichbare Partnerschaft zwischen EU und dem südafrikanischen Land zu unterzeichnen. Namibia besitzt großes Potential im Bereich Erneuerbarer Energien und der nachhaltigen Erzeugung von Wasserstoff. Mit Deutschland besteht bereits ein Wasserstoffabkommen.

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