EU und Japan: Halbleiter-Kooperation geplant

von | 14. Jul 2023 - 10:50 | Politik

Der Staatenbund und das asiatische Land beschließen engere Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen sowie der Halbleiterversorgung.

Von Halbleitern über sichere Rohstofflieferketten bis hin zu Erneuerbaren Energien – die Europäische Union und Japan wollen in vielen Bereichen ihre Partnerschaft vertiefen. Das haben die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der japanische Premierminister Fuimo Kishida sowie der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel am Donnerstag beim EU-Japan-Gipfel in Brüssel beschlossen, wie es in einer gemeinsamen Erklärung heißt.

So wurden eine Rohstoffvereinbarung festgelegt sowie ein Kooperationsabkommen zu Halbleitern unterzeichnet, um die Abhängigkeit bei kritischen Rohstoffen von einzelnen Ländern wie China zu reduzieren und die Lieferketten zu diversifizieren, wie von der Leyen in einer Erklärung in Brüssel äußerte.

Darüber hinaus einigten sich die beiden Partner darauf, bei der Digitalisierung zusammenzuarbeiten. Hier stehen die Entwicklung von Quantencomputern, aber auch der Einsatz künstlicher Intelligenz auf der Agenda. Ein weiterer Punkt, bei dem die Europäische Union und Japan kooperieren möchten, sind Erneuerbare Energien. Dazu gründeten sie die Green Alliance, also eine grüne Allianz. Im Fokus stehen hier die Offshore-Windenergie und der Einsatz von grünem Wasserstoff, aber auch der weltweite Einsatz für Projekte zu sauberer Energie. Nicht zuletzt möchten sich der Staatenbund und das asiatische Land zur wirtschaftlichen Sicherheit austauschen; auf EU-Ebene wurde dazu bereits vor ein paar Wochen eine entsprechende Strategie auf den Weg gebracht (wir berichteten). Japan gilt als Vorbild in puncto Wirtschaftssicherheit.  

Von der Leyen schloss ihre Gipfel-Erklärung mit den Worten „Wir brauchen einander mehr denn je für unsere Sicherheit und unsere wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit.“ Die EU ist schon länger um neue Rohstoffpartnerschaften bemüht und möchte sich im Rahmen ihrer Global-Gateway-Strategie besser vernetzen. So näherte sie sich in den vergangenen Monaten schon einmal dem indopazifischen Raum an, aber auch anderen Regionen, beispielsweise Lateinamerika.

Photo: iStock/ Oleksii Liskonih

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