EU will Einfluss im Indo-Pazifik ausbauen

von | 15. Mai 2023 - 16:34 | Politik

Umgang mit China und Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen waren Themen auf dem EU Indo-Pacific Ministerial Forum.

Die EU will stärker mit den Staaten im Indo-Pazifik-Raum kooperieren. Zur Förderung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen hatte die Union am Samstag zum zweiten EU Indo-Pacific Ministerial Forum in Stockholm geladen, bei dem Außenminister und weitere Vertreter beider Regionen zusammenkamen. Obwohl nicht als Teilnehmer geladen, stand China im Mittelpunkt des Treffens, wie unter anderem die South China Morning Post schreibt.

Potenziell kritische Abhängigkeiten gelte es zu vermeiden, Diversifizierung trage zur Sicherheit der Versorgungsketten bei, heißt es in der Abschlusserklärung (PDF), in Anspielung auf die nicht namentlich genannte Volksrepublik.  Wie wir berichteten, sprachen sich kürzlich bereits EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Olaf Scholz für eine Risikominderung im Umgang mit China aus, ohne eine Entkopplung anzustreben.

Auch wolle Europa Chinas wachsenden Ambitionen in der Region etwas entgegensetzen, so Bloomberg, etwa durch das Global-Gateway-Programm als Antwort auf Chinas massives Infrastrukturprojekt, die Belt and Road Initiative.

Auf dem Ministertreffen bekräftigten beide Seiten ihre Zusammenarbeit im Bereich der kritischen Rohstoffe. In diesem Rahmen seien unter anderem bereits Partnerschafts- und Kooperationsabkommen mit Malaysia und Thailand unterzeichnet worden. Auch Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit verschiedenen indo-pazifischen Partnern seien im Gange. Die EU ist bei kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden, die für die Energiewende benötigt werden, bislang stark auf Importe aus China angewiesen. Mögliche Alternativen wie Vietnam, das die zweitgrößten Seltenerdreserven nach der Volksrepublik besitzen soll, rücken daher zunehmend in den Fokus.

Photo: iStock/NicoElNino

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