Neuer Bericht: Mehr Partnerschaften für grüne Energie

von | 7. Jun 2023 - 11:26 | Wirtschaft

Diversifizierung der Lieferketten zum Ausbau Erneuerbarer Energien nötig.

Der neue Fortschrittsbericht zur Energie (”The Energy Progress Report”) ist erschienen. Dieser wird jährlich von der Internationalen Energieagentur (IEA), der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA), der Statistikabteilung der Vereinten Nationen (UNSD), der Weltbank sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt. Die fünf Organisationen geben darin wieder, inwieweit das nachhaltige Entwicklungsziel 7 (“SDG 7“) erfüllt wird, also wie sich unter anderem der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch entwickelt hat.

Lieferengpässe als Hemmnis für Ausbau grüner Energie 

Der Bericht hebt hervor, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien aktuell nicht schnell genug voranschreite und in den kommenden Jahrzehnten deutlich erhöht werden müsse, um die globalen Energie- und Klimaziele erreichen zu können. Im Jahr 2020 lag der Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bei 19,1 Prozent – gegenüber 2010 eine Steigerung um 3,1 Prozent. Um diesen weiter anzuheben, sei es künftig notwendig, deutlich mehr Energie durch Solar- und Windenergieanlagen zu erzeugen, für die unter anderem kritische Rohstoffe wie Seltene Erden benötigt werden. Gerade die globale Abhängigkeit von China ist hier besonders hoch und stellt ein potenzielles Hindernis dar: Chinas Anteil an allen Fertigungsstufen von Solarmodulen liegt bei über 80 Prozent, bei der Herstellung von Windturbinen sind es 60 Prozent.

Lieferketten sichern durch neue Partnerschaften

Um unabhängiger von einzelnen Rohstoffplayern beim Mineralienbezug sowie der Fertigung von Materialien zu werden, die für den weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien notwendig sind, plädieren die Autoren daher für eine Diversifizierung der Lieferketten. Es sei bedeutsam, neue strategische Partnerschaften abzuschließen und umweltfreundlichere sowie langlebigere Produkte zu erstellen.

Bestrebungen, Lieferketten auszuweiten, sind allerdings nichts Neues: Weltweit kamen in den vergangenen Monaten zahlreiche neue Rohstoffabkommen zustande. So sprach sich Bundeskanzler Olaf Scholz beispielsweise für Partnerschaften mit Indonesien und Japan aus, Frankreich hat sich zur Rohstoffversorgung mit der Mongolei zusammengeschlossen. Damit wolle man sich vom Marktführer China unabhängiger machen.

Die komplette Studie „The Energy Progress Report“ zu diesen und weiteren Energiethemen ist hier zu finden.

Photo: iStock/Thinnapob

Ab Frühjahr: Unser Rohstoff-Newsletter

Jetzt schon anmelden und auf dem Laufenden bleiben!

Rohstoff.net Newsletter
Jetzt anmelden und auf dem Laufenden bleiben!

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen.