Lynas meldet Rekordgewinn für 2022

von | 26. Aug 2022 - 12:09 | Wirtschaft

Nachfrage nach Seltenen Erden steigt: Gewinn mehr als verdreifacht.

Lynas, der größte Produzent Seltener Erden außerhalb Chinas, ist weiter auf Erfolgskurs. Das australische Bergbauunternehmen verzeichnete im Geschäftsjahr 2022, das am 30. Juni endete, einen Rekordgewinn, der sich im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht hat. Lynas konnte einen Nettogewinn nach Steuern von 540,8 Millionen AUD (mehr als 377 Millionen Euro) erzielen, gegenüber 157,1 Millionen AUD in 2021, wie aus dem Geschäftsbericht (PDF) hervorgeht. Der Gesamtjahresumsatz stieg von 489 Millionen AUD auf 920 AUD (rund 642 Millionen Euro).

Der Konzern führt den Anstieg auf die wachsende Nachfrage nach den kritischen Rohstoffen durch die weltweiten Klimaschutzbemühungen zurück. Seltenerdmetalle wie Neodym und Praseodym (NdPr) dienen zur Herstellung starker Permanentmagneten für Elektromotoren und Windkraftanlagen. Darüber hinaus stecken sie in Alltagsgegenständen wie Laptops und Smartphones und sind wichtig für die Rüstungsindustrie. „Die Preise für Seltene Erden hielten sich in der zweiten Jahreshälfte auf hohem Niveau“, stellte Lynas-CEO Amanda Lacaze fest. „Der NdPr-Marktpreis blieb um 70 bis 80 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum“, so die Geschäftsführerin weiter [Übersetzung Rohstoff.net].

Um die steigende Nachfrage nach seinen Produkten zu bedienen, will das Unternehmen die Kapazitäten für Abbau und Aufbereitung in seiner westaustralischen Mine Mount Weld erweitern. Dafür sollen rund 500 Mio. AUD (etwa 349 Millionen Euro) investiert werden. Im US-Bundesstaat Texas plant Lynas zudem den Bau zweier Aufbereitungsanlagen für seine Rohstoffe, mit Unterstützung der US-Regierung.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung sah sich der Konzern im letzten Geschäftsjahr jedoch auch mit Herausforderungen konfrontiert, wie den anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie Wasserversorgungsproblemen in der malaysischen Aufbereitungsanlage (wir berichteten).

Photo: iStock/jasonbennee

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