Lynas drückt aufs Tempo

von | 3. Aug 2022 - 10:08 | Wirtschaft

Abbau Seltener Erden in Australien soll beschleunigt werden.

Das australische Unternehmen Lynas will der steigenden Nachfrage nach Seltenen Erden mit einer Ausweitung der Kapazitäten für Abbau- und Aufbereitung in der Mine Mount Weld (Westaustralien) begegnen. Dafür wird der Konzern umgerechnet etwa 341 Millionen Euro investieren, wie heute bekanntgegeben wurde (PDF). Getrieben vor allem durch Elektromobilität und Erneuerbare Energien, wird der weltweite Bedarf an Neodym-Eisen-Bor-Magneten (NdFeB) laut Lynas bis 2030 auf 265.000 Tonnen steigen und damit mehr als doppelt so hoch sein wie 2020. Vorstandsvorsitzende Amanda Lacaze sieht ihr Unternehmen gut für die Zukunft gerüstet, Mount Weld habe das Potential, viele Jahre Rohstoffe zu liefern, wie durch Testbohrungen jüngst bestätigt wurde.

Angekündigt wurden heute zudem Maßnahmen, um den Abbau der kritischen Rohstoffe umweltgerechter zu gestalten, so soll die Stromerzeugung vor Ort von Diesel auf Gas und schließlich auf Hybridtechnik umgestellt werden. Vorgesehen ist Zudem die sukzessive Renaturierung der Abraumhalden und ein verbessertes Wassermanagement.

In den Bemühungen um eine Diversifizierung der Lieferketten für Seltene Erden kommt Lynas eine wichtige Bedeutung zu, denn es gilt als das bedeutendste nicht-chinesische Unternehmen, das sowohl Abbau und Weiterverarbeitung dieser Rohstoffe beherrscht.

Photo: iStock/nattanan726

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