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Donnerstag, 14. Mai 2026

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Windräder

Energiewende: Deutschlands Windkraftbranche fehlen zehntausende Fachkräfte

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Studie fordert bessere Arbeitsbedingungen und mehr heimische Wertschöpfung. Bundesregierung lädt zum Windgipfel am Mittwoch.

Windenergie spielt für die deutschen Klimaziele eine zentrale Rolle und soll zugleich die Abhängigkeit von Energieimporten mindern, doch der Ausbau läuft zu schleppend. Um die Hemmnisse abzubauen, lädt die Bundesregierung am Mittwoch zum Windgipfel. Eine Studie zeigt im Vorfeld, dass zur Stärkung der heimischen Windkraftbranche nicht nur die politischen Rahmenbedingungen, sondern auch die Arbeitsbedingungen und die Ausbildungsquote verbessert werden müssten, um die erforderlichen Fachkräfte zu gewinnen.

Über 40.000 Arbeitsplätze – und damit viel Knowhow – habe die Branche von 2017 bis 2019 verloren, heißt es in der Untersuchung (PDF) der Bremer Agentur für Struktur- und Personalentwicklung, die von der Hans-Böckler-Stiftung und der IG Metall gefördert wurde. Ein signifikanter Teil der Unternehmen sei vom Markt verschwunden, Rotorblätter für Windräder etwa würden gar nicht mehr in Deutschland hergestellt. Als Ursachen für den Niedergang der Branche werden vor allem politische Entscheidungen genannt, etwa bei Ausschreibungen für Windprojekte und strengen Abstandsregelungen.

Vergabekriterien ändern, Abhängigkeiten reduzieren

Mit den Oster– und Sommerpaketen des letzten Jahres habe die Bundesregierung zwar gute Ansätze für Flächenausweisung und Genehmigungsverfahren vorgelegt, so die Studie, weiterhin verbesserungswürdig seien hingegen unter anderem die Förderungsregularien. Insbesondere die Vergabekriterien für Windparks müssten geändert und etwa an die Wertschöpfung vor Ort gekoppelt werden, forderte Studienautor Thorsten Ludwig im Redaktionsnetzwerk Deutschland. Aufträge würden häufig an ausländische Konkurrenz vergeben, beim Ausbau der Windkraft drohe Deutschland wie bei anderen Energien eine Abhängigkeit von Dritten.

Eine starke Abhängigkeit besteht auch bei den nötigen Rohstoffen wie Seltenen Erden und Aluminium, die häufig aus nur wenigen Exportländern bezogen werden. Wie wir berichteten, haben Vertreter der Windkraft- und Stahlindustrie einen sicheren Rohstoffzugang gefordert, um die Energiewende bewältigen zu können.

Lesen Sie mehr: Auch eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kam kürzlich zu dem Ergebnis, dass nicht nur drohende Versorgungsengpässe mit Rohstoffen, sondern auch ein Fachkräftemangel die Energiewende gefährdet.

Photo: iStock/BulentBARIS

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