Energiewende: Deutschland als Wirtschaftsstandort gefährdet?

von | 29. Aug 2023 - 15:50 | Wirtschaft

Deutsche Betriebe sehen mehr Risiken als Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit.

Die Energiewende wird als Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit vieler Betriebe gesehen. Dies geht aus den Ergebnissen zum Energiewende-Barometer der Deutschen Industrie- und Handelskammer hervor (DIHK), die am Dienstag veröffentlicht wurden. Besonders negativ werden die Auswirkungen durch die Energiewende in der Industrie. Achim Dercks, der Hauptgeschäftsführer der DIHK, spricht in diesem Zusammenhang von alarmierenden Werten, da dieser Teil der Wirtschaft von hoher Bedeutung für den gesamten Standort Deutschland sei. Durch die Herausforderungen bei der Energieversorgung ziehen es viele Unternehmen in Betracht, ihre Produktion in Deutschland herunterzufahren und sie ins Ausland zu verlagern. Ursache für die negativen Einschätzungen seien die infolge des Krieges in der Ukraine stark gestiegenen Energiepreise, die weiterhin hoch sind.  

Appell an die Regierung

Die DIHK hat fünf Forderungen an die Politik erarbeitet, um der Wirtschaft eine Perspektive in Deutschland zu geben. Ein zentraler Punkt neben der Senkung der Energiepreise ist das Verfügbarmachen von Wasserstoff als Energieträger. Er sei unverzichtbar für die Energiewende hin zur Klimaneutralität, allerdings ist das bisherige Angebote noch stark begrenzt. Die DIHK schlägt daher den schnellen Abschluss von diversen Energiepartnerschaften zum Import von Wasserstoff vor. In den vergangenen Monaten und Jahren stand die Bundesregierung bereits mit mehreren potentiellen H2-Lieferanten im Austausch, darunter Südafrika, Namibia und Mauretanien. Daneben spricht sich die DIHK für einen Bürokratieabbau aus und verweist dabei auf die komplexe Antragsstellung zum Netzanschluss von Photovoltaikanlagen.

Photo:  iStock/Thinnapob

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