US-Finanzministerin drängt auf sichere Lieferketten

von | 9. Dez 2022 - 08:48 | Politik

Handel unter Freunden soll gestärkt werden, fordert Janet Yellen.

US-Finanzministerin Janet Yellen hat sich in einem Gastbeitrag im Handelsblatt (Paywall) dafür ausgesprochen, Lieferketten robuster zu gestalten und Überkonzentrationen in der Produktion zu beseitigen. Geringere Kosten stünden einer hohen Anfälligkeit für Dominoeffekte entgegen, die Arbeitnehmern und Verbrauchern schadeten. Yellen verweist dabei auf die Chipkrise, die in der Automobilbranche massiven Schaden verursacht hat. In diesem Zusammenhang nicht explizit erwähnt, dürften sich diese Ausführungen vor allem gegen China richten. Dessen ungeachtet zeigte sich Yellen jüngst offen für einen intensiveren Austausch und einen Besuch in der Volksrepublik, meldet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters.

Subventionsstreit schwelt im Hintergrund

Mit der Europäischen Union arbeite die USA gemeinsam daran, sichere Lieferketten für die Photovoltaik, aber auch Seltenerdmagneten zu schaffen, die dringend für den Ausbau Elektromobilität benötigt werden, so die Politikerin weiter. Die Gespräche im US-EU-Handels- und Technologierat, der die Zusammenarbeit vorantreiben soll, werden derzeit allerdings von einem Streit um Subventionen begleitet. Die im Inflation Reduction Act formulierten Steuervorteile für E-Autos aus US-Produktion werden in der EU als  Protektionismus und Wettbewerbsverzerrung  wahrgenommen (wir berichteten).

Photo: iStock/ablokhin

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