Renault will Lithium aus Deutschland kaufen

3. August 2021 | Technologien

Das Start-up Vulcan Energy Resources soll ab 2026 bis zu 17.000 Tonnen des Batterierohstoffs liefern.

Anfang Juli hatten wir über die geplante kommerzielle Erschließung von Lithiumvorkommen in Deutschland berichtet. Der für die Verkehrswende wichtige Rohstoff Lithium kommt in dem salzhaltigen Tiefengewässer des Oberrheingrabens vor. Gefördert wird er im Rahmen der geothermischen Energieerzeugung, bei der heißes, solehaltiges Wasser an die Oberfläche gepumpt wird und dann Turbinen antreibt. Bevor das Wasser wieder in die Erde eingeleitet wird, wird es bei dem neuen Verfahren aber gefiltert und das Lithium extrahiert. Nun hat diese Art der Rohstoffgewinnung neuen Schub hat durch den französischen Autobauer Renault erhalten. Wie unter anderem das Handelsblatt berichtet, hat Renault mit dem Start-up Vulcan Energy Resources ein Lieferabkommen von bis zu 17.000 Tonnen Lithium pro Jahr geschlossen. Das Abkommen gilt ab 2026, bis dahin will Vulcan auf dem Gebiet des Oberrheingrabens mehre Förderanlagen errichten, deren Lithiumausbeute für eine Million E-Autos ausreichen soll. Renault setzt beim Thema Elektromobilität auf den Ansatz „Made in Europe“, wie aus der Pressemitteilung zu der Kooperation hervorgeht. Mit dem Lithium aus Deutschland seien große CO2-Einsparungen bei der Batterieherstellung möglich. Nicht zuletzt dürfte es hier aber auch um die Versorgungsicherheit mit Rohstoffen gehen. Das absehbare Ende des Verbrennungsmotors wird die Nachfrage nach Lithium stark erhöhen.

2030 oder 2050 Klimaneutralität
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