Nissan will Recyclingprozesse verbessern

10. September 2021 | Technologien

Der japanische Autohersteller hat sich mit der Waseda Universität zusammengetan, um das Recycling Seltener Erden zu optimieren

Seltene Erden wie Neodym und Praseodym werden durch den Umstieg auf Elektromobilität immer wichtiger. Die Rohstoffe kommen als Permanentmagneten in den Motoren vieler E-Autos zum Einsatz. Um die Versorgung mit Neodym und Praseodym sicherzustellen und weniger abhängig von Importen zu sein, setzen E-Autohersteller auch auf das Recycling dieser Materialien.
Der Recyclingprozess gestaltet sich mitunter recht kompliziert, denn die Rohstoffe werden überwiegend als Legierungen eingesetzt, was die sortenreine Wiedergewinnung erschwert. Der japanische Autobauer Nissan kooperiert seit 2017 mit der Waseda Universität in Tokyo, um den Wiedergewinnungsprozess zu optimieren. Kürzlich wurden neuer Ergebnisse der Kooperation vorgestellt, die vielversprechend sind. 98 Prozent der in einem Elektromotor verbauten Seltenen Erden konnten in den Experimenten wiedergewonnen werden, wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung hervorgeht. Der Motor wird dabei geschmolzen, wofür eine Temperatur von mindestens 1.400 Grad Celsius notwendig ist. Anschließend wird Eisenoxid hinzugegeben, wodurch die Rohstoffe oxidieren. Durch die Hinzugabe eines Flussmittels entstehen schließlich zwei Schichten in der Schmelzmasse. Die obere Schicht enthält die Seltenen Erden, die dann abgeschöpft werden können.
Mitte der 2020er Jahre soll das Verfahren serienreif sein.

Photo: Nissan Waseda

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