Investitionen in Erneuerbare Energien: Deutschland attraktiver als China

von | 14. Jun 2023 - 11:02 | Wirtschaft

EY sieht Deutschland nun auf dem zweiten Platz hinter den Vereinigten Staaten.

Die Big Four Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY hat ihren halbjährlich erscheinenden Renewable Energy Country Attractiveness Index (RECAI) veröffentlicht. Der Index stuft die vierzig führenden Länder nach ihrer Attraktivität für Investitionen in den Bereich der erneuerbaren Energien ein. In seiner neuesten Ausgabe sieht EY Deutschland zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt auf dem zweiten Platz und damit vor China. Den unangefochtenen ersten Platz halten die USA, gestützt durch den Inflation Reduction Act (IRA) von 2022, der 369 Milliarden Dollar für Investitionen in saubere Energie und Energieinfrastruktur bereitstellt.

EY begründet die neue Position Deutschlands mit mehreren Aspekten: Vor dem Krieg in der Ukraine war Deutschland der größte Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe in Europa und sowohl in der Wirtschaft als auch bei der Energieversorgung in hohem Maße von fossilen Brennstoffen abhängig. Während des Krieges kündigte der deutsche Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck Pläne zur Verringerung der Abhängigkeit von Russland und fossilen Brennstoffen an. Deutschland strebt nun an, 80 Prozent seines Energiebedarfs bis 2030 durch Erneuerbare Energien abzudecken.  Diesem Ziel kommt man beispielsweise durch das gemeinsame Windenergieprojekt zwischen Deutschland und Dänemark oder der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Ländern  wie Japan näher.

Darüber hinaus bezog das europäische Land in der Vergangenheit ein Viertel seiner Gesamtenergie aus Atomenergie, verpflichtete sich aber 2011 nach der Katastrophe im japanischen Fukushima zum Ausstieg aus der Kernenergie. Deutschland hat seine letzten drei Atom-Reaktoren Anfang dieses Jahres abgeschaltet.

Photo: iStock/undefined undefined

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