Halbleitermangel: Autobranche droht Produktionsrückgang um 20 Prozent

von | 27. Jan 2023 - 09:29 | Wirtschaft

VDA: EU Chips Act muss automobilrelevante Halbleiterchips fördern.

Der weltweite Halbleitermangel hält die Automobilindustrie nach wie vor im Griff. Sollte die Krise anhalten, drohe der Branche bis 2026 ein Produktionsrückgang von 20 Prozent, das entspreche rund 18 Millionen Fahrzeugen, warnt jetzt der Verband der Automobilindustrie (VDA). Bereits 2021 sei die globale Produktion um neun Prozent zurückgegangen. Das gehe aus einer Studie hervor, die der Branchenvereinigung in Auftrag gegeben hat.

Bis 2030 werde sich die Halbleiternachfrage in der Autoindustrie verdreifachen, heißt es weiter, das sei das größte Plus im Branchenvergleich, zurückzuführen vor allem auf den Hochlauf der Elektromobilität und den zunehmenden Anteil von Fahrerassistenzsystemen bis hin zum autonomen Fahren. Die Autoindustrie werde bis 2030 zum drittwichtigsten Abnehmer von Chips, nach der mobilen Kommunikation und der Datenspeicherung. China etwa hätte das bereits erkannt, so die Studie, denn dortige Halbleiterunternehmen investieren verstärkt in automobilrelevante Chips.

Auch Europa müsse die Produktionskapazitäten ausbauen, fordert der VDA, um dem drohenden Produktionsrückgang entgegenzusteuern, die Lieferkette zu stärken und die Halbleiter-Abhängigkeit von Asien zu minimieren. Dem angekündigten European Chips Act müssten dringend Taten folgen, so VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Nur so könne die deutsche Automobilindustrie ihre weltweite Führungsrolle beibehalten, Wohlstand sichern und die klimaneutrale Mobilität weiter vorantreiben.

Photo: iStock/gopixa

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