Chip-Gesetz soll Europas digitale Souveränität sichern

8. Februar 2022 | Markt

Lieferketten sollen widerstandsfähiger werden und den Anteil der EU an der Chipproduktion deutlich steigen.

Die Europäische Kommission hat am Dienstag ein ganzes Paket an Maßnahmen vorgeschlagen, um die Halbleiterbranche in Europa zu stärken. Die Knappheit der Bauteile, die heute unzählige Funktionen in elektrischen Geräten und Fahrzeugen steuern, hat in den vergangenen Jahren viele Industrien vor Versorgungsengpässe gestellt, die zum Teil bis heute anhalten.

Die Kommission will mit dem European Chips Act „ein florierendes Halbleiter-Ökosystem von der Forschung bis zur Produktion“ schaffen und die Lieferketten widerstandsfähiger machen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Dafür seien 43 Milliarden Euro in Form von öffentlichen und privaten Investitionen vorgesehen. Der derzeitige Marktanteil an der Chipproduktion soll in der Folge bis 2030 auf 20 % verdoppelt werden.

„Die Sicherung der Versorgung mit den modernsten Chips ist zu einer wirtschaftlichen und geopolitischen Priorität geworden“, kommentierte der für den Binnenmarkt zuständige Kommissar Thierry Breton.

Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten müssen den Vorschlag der Kommission noch billigen, bevor er in Kraft treten kann.

Photo: iStock/Trifonov_Evgeniy

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