TU Bergakademie Freiberg: 15.000 Liter grünes Benzin hergestellt

von | 26. Mai 2023 - 16:54 | Technologien

Universität und Hauptprojektpartner Chemieanlagenbau Chemnitz liefern zum ersten Mal E-Fuels aus.

Die TU Bergakademie Freiberg in Sachsen sowie das Industrieunternehmen Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH (CAC) haben im Rahmen des Projekts „DeCarTrans“ die ersten 15.000 Liter nachhaltigen, synthetischen Kraftstoffs an Projektpartner übergeben. DeCarTrans steht für „Demonstrating a Circular Carbon Economy in Transport along the Value Chain“. Neben dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer besuchte auch Verkehrsminister Volker Wissing am Donnerstag die Großversuchsanlage für E-Fuels in Freiberg.

Das grüne Benzin soll im nächsten Schritt in der Praxis an Kraftfahrzeugen erprobt werden, wie unter anderem aus einer Pressemitteilung des Ministerpräsidentenamtes Sachsen hervorgeht. Es sei bereits auf einem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring in der Eifel getestet worden, berichtet die Sächsische.de. Künftig solle es auch in Helikoptern zum Einsatz kommen.

Nur ein kleiner Anfang

Die 15.000 Liter sind allerdings nur der Anfang: Wie der Informationsdienst Wissenschaft (idw) mitteilte, sei geplant, im Rahmen von DeCarTrans 380.000 Liter synthetisches Benzin bis 2026 herzustellen. Dieses wird aus Methanol erzeugt, was wiederum aus dem Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) und grünem Wasserstoff produziert werden kann. Wenn im Herstellungsprozess Ökostrom verwendet wird, gilt dieser Kraftstoff als klimaneutral.

Mithilfe des Projekts wolle man den Klimazielen im Verkehrssektor ein Stück näherkommen, heißt es in der Mitteilung des idw. Durch eine Kohlenstoffkreislaufführung sei eine bis zu 90-prozentige CO2-Einsparung möglich. Zu den Vorteilen von synthetisch hergestellten Kraftstoffen zählt laut dem Fachmagazin CHEManager neben der Reduzierung von Treibhausgasemissionen die Kompatibilität mit der Pkw-Bestandsflotte. Potenziell wird der Bedarf stark steigen, da bald auch Flugzeuge auf EU-Ebene grünen Kraftstoff tanken müssen (wir berichteten).

Photo: iStock/Petmal

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