Weniger Abhängigkeit von China: Bergbau und Recycling sollen es richten

von | 3. Jan 2023 - 10:23 | Politik

Bundeswirtschaftsministerium legt Eckpunktepapier zur Rohstoffsicherung vor.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz möchte die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten reduzieren. In einem der Süddeutschen Zeitung exklusiv vorliegenden Eckpunktepapier (Paywall) wird die starke Marktmacht Chinas, Russlands, aber auch Südafrikas bei bestimmten Rohstoffen erwähnt. „Bei dem weiter steigenden Bedarf an mineralischen Rohstoffen wird sich diese Abhängigkeit ggf. noch verstärken“, zitiert die Süddeutsche Zeitung weiter. Dass es dazu kommt, dürfte angesichts des Ausbaus der Erneuerbaren Energien und der Elektromobilität einigermaßen sicher sein, denn zum Erreichen des selbstgesteckten Zieles der Klimaneutralität bis 2050 werde Europa 35-mal mehr Lithium benötigen als heute, aber auch 26-mal mehr Seltenerdmetalle, so eine Studie der Katholischen Universität (KU) Leuven in Belgien. 

Genau wie die Studienautoren sieht das Bundesministerium den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft und den verstärkten heimischen Bergbau als mögliche Lösungsansätze für mehr Autonomie. Konkrete Zielmarken, bis wann diese bei welchem Rohstoff erreicht werden soll, dürften hierbei helfen, so Jens Gutzmer, Direktor des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie und Jakob Kullik, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik der Technischen Universität Chemnitz, kürzlich in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Paywall). Bei Seltenen Erden sollte die Importabhängigkeit „in den nächsten fünf bis zehn Jahren beispielsweise um 30 bis 50 Prozent gesenkt werden“, so die Autoren. 

Kullik war im vergangenen Juni hart mit der deutschen Rohstoffpolitik ins Gericht gegangen (wir berichteten).

Photo: iStock/qwerty01

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