USA, Australien, Indien und Japan vertiefen Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen

30. September 2021 | Markt

QUAD-Bündnis will auch die Rohstoffversorgung koordinieren.

Die Regierungschefs des Quadrilateral Security Dialogue (kurz: Quad), einem Bündnis der USA, Australien, Indien und Japan, sind am vergangenen Freitag erstmals zu einem persönlichen Treffen zusammengekommen. Initiiert wurde das Quad bereits 2007, ab 2017 wurde die Zusammenarbeit intensiviert. Das erste Gespräch auf höchster Ebene fand im März dieses Jahres als virtueller Gipfel statt. Erklärtes Ziel des Bündnisses ist ein „freier und offener indopazifischer Raum“, ein Gebiet, in dem auch China seinen Einfluss ausbauen möchte. Entsprechend wird das Viererbündnis als Gegenentwurf zu Chinas Infrastrukturprojekt „Neue Seidenstraße“ betrachtet und von Peking kritisch beäugt, wie The Guardian schreibt.


Thema des Gipfeltreffens in Washington D.C. sei unter anderem die Sicherung der Versorgung mit Seltenen Erden gewesen, zitiert Asia Financial den australische Premierminister Scott Morrison. Als größter Produzent dieser strategischen Rohstoffe nach China kommt Australien eine besondere Rolle im Quad-Bündnis zu, wie Morrison formulierte:  „Wir sind wirklich gut darin, in Australien Dinge zu fördern und dafür zu sorgen Wir in Australien sind wirklich gut darin, Dinge auszugraben und sicherzustellen, dass sie den Rest der Welt antreiben, wenn es um die neue Energiewirtschaft geht.“ [Übersetzung Rohstoff.net]

Neben der Förderung haben australische Bergbauunternehmen wie Lynas zudem die Kapazitäten zur Weiterverarbeitung der Rohstoffe. Diese Anlagen fehlen etwa in den USA bislang.


Details zum Aufbau der Lieferketten für die unter anderem für die Erzeugung Erneuerbarer Energie benötigten Grundstoffe sollen auf dem Clean Energy Summit besprochen werden. Das Gipfeltreffen wird von Australien im nächsten Jahr ausgerichtet.


Besprochen wurden laut Asia Financial am Freitag ebenso wie die Versorgung mit Halbleitern verbessert werden kann. Die Bauteile, die zur Herstellung von Computerchips benötigt werden, sind derzeit in vielen Branchen Mangelware und haben in der Automobilbranche zu Produktionsausfällen geführt. Ein Grund dafür sind durch die Corona-Pandemie unterbrochene Lieferketten.

Photo: iStock/sameer chogale

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