US-Regierung fördert Rohstoffgewinnung aus Abwasser

von | 12. Dez 2023 - 14:28 | Politik

Rückstände aus fossiler Energieerzeugung sollen als Rohstoffquellen für die Energiewende dienen.

Die US-Energiebehörde will die Aufbereitung von Abwässern fördern und zugleich kritische Rohstoffe aus ihnen zurückgewinnen. Insgesamt sollen vier Forschungs- und Entwicklungsprojekte von der Finanzierung in Höhe von zehn Millionen Dollar profitieren. Im Fokus stehen dabei Industrieabwässer, die bei der Produktion und Nutzung fossiler Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle anfallen.

Mithilfe der Förderung sollen Methoden entwickelt werden, um diese Rückstände für neue Anwendungen wie die die Erzeugung von Wasserstoff oder die Bewässerung nicht essbarer Pflanzen aufzubereiten. Dazu könnten etwa Baumwolle oder auch Zierpflanzen zählen. Umso wichtiger erscheint die Wiederverwertung angesichts der wachsenden industriellen Nachfrage nach der Ressource Wasser; besonders in den trockeneren Regionen des Landes, so die Mitteilung, seien die Grundwasservorkommen aufgrund von Dürreperioden erschöpft, die Klimaerwärmung verstärke diese Tendenz noch.

Die Abwässer sollen daneben zu einer neuen heimischen Rohstoffquelle werden und zum Erreichen der US-Klimaziele beitragen, denn sie enthalten kritische Mineralien wie Seltene Erden, die unerlässlich für grüne Energietechnologien sind. Bislang wird diese Art des Recyclings noch nicht in großem Maßstab praktiziert. Viele Projekte sind in der Entwicklungsphase. In Deutschland etwa erproben Forscher unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, wie bestehende Kläranlagen um die Funktion der Rohstoffrückgewinnung erweitert werden können.

Dass Abwässer wertvolle Rückstände von Rohstoffen enthalten, haben Forschungseinrichtungen indes schon vor Jahren nachgewiesen (wir berichteten). Angesichts der wachsenden Nachfrage und der zugleich begrenzten Verfügbarkeit von Mineralien wie Seltenen Erden könnten diese alternativen Rohstoffquellen künftig an Bedeutung gewinnen.

Photo: iStock/Bim

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