Toyota-Präsident: Elektroautos nicht der einzige Weg 

von | 20. Dez 2022 - 10:50 | Technologien

Akio Toyoda spricht sich für Technologieoffenheit aus

Der Absatz von Elektrofahrzeugen wird sich bis 2025 voraussichtlich verdoppeln, prognostizierten die Marktforscher von BloombergNEF (Paywall) im Sommer dieses Jahres. Getragen wird diese Entwicklung von China, dem größten Markt für die Elektromobilität. Trotz des starken Wachstums der Branche sei die Politik in der Pflicht, um die selbstgesteckten Ziele zur Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Dabei einzig auf batteriebetriebene Fahrzeuge zu setzen, wie es etwa General Motors angekündigt hat, sei der falsche Weg, so der Präsident des japanischen Autoherstellers Toyota, Akio Toyoda laut Wall Street Journal (Paywall). Angesichts der in vielen Teilen der Welt noch im Aufbau befindlichen Ladeinfrastruktur seien Hybridfahrzeuge eine wichtige Option. Der Manager sehe sich mit seinen Aussagen als Vertreter der schweigenden Mehrheit, so die Zeitung weiter. Angesichts des aktuellen Trends zu Elektroautos würden es andere Marktteilnehmer vorziehen, sich nicht öffentlich zu positionieren.

Vollelektrisch oder Wasserstoffverbrennung?

Toyota setzt auf einen mehrgliedrigen Ansatz, neben batteriebetrieben Autos entwickelt der Konzern Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, in denen Wasserstoff als Energieträger zum Einsatz kommt. Dem Unternehmen zufolge reduziert diese emissionsfreie Motortechnik den Bedarf an kritischen Rohstoffen wie Lithium und Nickel. Die steigenden Preise für die Batteriemetalle seien eines der größten Hindernisse für die Elektromobilität in den USA, China und Europa, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Brancheninsider. In Deutschland kommt laut der Beratungsfirma Deloitte der hohe Strompreis als Bremsfaktor hinzu. 

Ob andere Spitzenmanager dem Vorbild von Akio Toyoda folgen, wird sich zeigen, nach eigenen Angaben zeigten sich Vertreter von Regierungen, Medien und der Industrie mittlerweile offener für Alternativen zu reinen Elektroautos.

Photo: iStock/Adam Vradenburg