Studie zur Nutzungsdauer metallischer Rohstoffe vorgestellt

von | 24. Mai 2022 | Technologien

Eisen verbleibt deutlich länger im Wirtschaftskreislauf als Gold und Technologiemetalle.

Metallische Ressourcen von Eisen über Kobalt bis hin zu Gold sind aus der Industrie nicht wegzudenken. Ein Forschungsteam der Universitäten Bayreuth, Augsburg und Bordeaux hat für 61 dieser Rohstoffe ein Modellierungsverfahren zu ihrer Nutzungsdauer entwickelt. Diese umfasst den Zeitraum zwischen ihrer Förderung bis zur Feinstverteilung in die Umwelt, also dem Zeitpunkt, ab dem sie nicht mehr wirtschaftlich verwertbar sind und durch neues Material ersetzt werden müssen.

Diese Nutzungsdauer falle den Wissenschaftlern zufolge je nach Rohstoff sehr unterschiedlich aus, wie aus einer Pressemitteilung der Universität Bayreuth hervorgeht. Am längsten verblieben mit durchschnittlich 150 Jahren Eisen und Stahllegierungsmetalle im Wirtschaftskreislauf. Dies sei auf die Effizienz der Industrieprozesse und hohe Recyclingquoten zurückzuführen. Bei den Technologiemetallen wie etwa Indium und Kobalt betrage die Nutzungsdauer hingegen nur etwa zwölf Jahre.

Prof. Dr. Christoph Helbig, der an der Universität Bayreuth den Lehrstuhl für Ökologische Ressourcentechnologie innehat, spricht sich angesichts dieser Ergebnisse dafür aus, Wege zu finden, die Nutzungsdauer von Metallen zu verlängern und durch möglichst geschlossene Wirtschaftskreisläufe Materialverluste zu vermeiden.

Die Studie ist im Fachmagazin Nature (Paywall) erschienen.

Photo: iStock/Nordroden

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