Scholz: EU braucht neben China neue Handelspartner

von | 9. Mai 2023 - 16:06 | Politik

Bundeskanzler setzt weiterhin auf Derisking statt Decoupling im Umgang mit China.

Im Rahmen der Gesprächsreihe „This is Europe“ des Europäischen Parlaments, bei der Staats- und Regierungschefs zur Debatte einladen, stellte Bundeskanzler Olaf Scholz am heutigen Europatag seine Ideen zu einem weltgewandten Europa vor.

Die USA seien laut dem Kanzler weiterhin der wichtigste Handelspartner der EU. China hingegen beschrieb er als „Partner, Wettbewerber, systemischer Rivale“, wobei die Rivalität und der Wettbewerb seitens Chinas eindeutig gewachsen wären. Um die Abhängigkeit von der Volksrepublik zu reduzieren, sei es daher wichtig, neue Partnerschaften und Kooperationen unter anderem mit lateinamerikanischen Ländern oder Indien einzugehen. Scholz betonte, dass beispielsweise Rohstoffe vor Ort in den Ländern verarbeitet werden sollten, wo sie abgebaut werden, statt sie in China weiterverarbeiten zu lassen. Wiederholt sagte er, dass die EU die Lieferketten weiter diversifizieren müsse. Dafür plädierte der Bundeskanzler auch auf der Hannover-Messe Mitte April dieses Jahres, wo er für eine Rohstoffpartnerschaft zwischen der EU und Indonesien warb, nicht zuletzt, um den für die Energiewende benötigten Bedarf unter anderem an Seltenen Erden zu decken (wir berichteten).

Neben dem Umgang mit China ging Scholz noch auf andere Themen wie die Bedeutung Europas bei der globalen Gestaltung der Zukunft auf dem Weg zur Klimaneutralität ein.

Photo: iStock/Rawf8

ANZEIGE

2030 oder 2050 Klimaneutralität
pgm logo button

Echtzeitkurse ausgewählter Edelmetalle