Rohstoffstrategie: Australien startet Konsultation

von | 2. Dez 2022 - 15:30 | Politik

Bergbauprojekte sollen schneller in Betriebe gehen. Abbau im Einklang mit Naturschutz und sozialen Gesichtspunkten.

Australien möchte auf dem Markt für Seltene Erden eine bedeutende Rolle einnehmen und sich als Alternative zu China etablieren. Doch auf diesem Weg gibt es einige Hindernisse, die die australische Regierung mit einer neuen Rohstoffstrategie angehen will, denn, so steht es in dem Dokument: Australien habe nur ein kleines Zeitfenster, um von der weltweiten Nachfrage nach kritischen Mineralien zu profitieren und sein Potenzial als Supermacht für saubere Energie auszuschöpfen. Das Land produziere bereits fast die Hälfte des weltweiten Lithiums, sei der zweitgrößte Produzent von Kobalt und der viertgrößte Produzent von Seltenen Erden, so die zuständige Ministerin Madeleine King anlässlich der Veröffentlichung des Schreibens.

Das Papier, das zunächst als Diskussionsgrundlage dienen soll, listet die drängendsten Herausforderungen für den heimischen Sektor auf. Dazu gehören technische Risiken im Zusammenhang mit der komplexen Mineralogie, was maßgeschneiderte Lösungen erforderlich mache. Die Lagerstätten befinden sich zudem in abgelegenen Gebieten, was den Bau der Förder- und Aufbereitungsanlagen sehr kapitalintensiv mache. Eine überarbeitete Strategie für kritische Rohstoffe müsse dazu beitragen, dass Bergbauprojekte schneller in Betrieb gehen könnten. Gleichzeitig müssten sie den hohen Ansprüchen an Umweltschutz und soziale Faktoren Rechnung tragen.

Mit der Publikation des Diskussionspapiers wurde gleichzeitig eine öffentliche Konsultation gestartet, um Industrie, Gesellschaft und die australischen First Nations in den Prozess einzubinden.

Dass es im Hinblick auf Rohstoffe in Australien politischen Nachbesserungsbedarf gibt, hatte kürzlich auch Lynas-CEO Amanda Lacaze betont.

Photo: iStock/bennymarty