Australien will Supermacht der Erneuerbaren Energien werden

von | 23. Mai 2022 | Markt

Neugewählter Ministerpräsident will Anteil von Solar und Co. auf 82 Prozent erhöhen. 

Seltene Erden gelten als Bausteine der Energiewende, sie werden unter anderem für Elektroautos und Windkraftanlagen gebraucht. Dominiert wird der Markt für diese strategischen Rohstoffe von China, doch zunehmend bringt sich Australien mit seinen gewaltigen Bodenschätzen als alternativer Lieferant ins Spiel. Ausgerechnet der Südkontinent selbst aber setzt bei der Stromerzeugung zum größten Teil auf fossile Energieträger, die 71 Prozent der elektrischen Energie bereitstellen. 

Mit der am Wochenende erfolgten Wahl von Anthony Albanese (Labor Party) zum 31. Ministerpräsidenten könnte sich dies ändern. Im Wahlprogramm seiner Partei wurde in Aussicht gestellt, den Anteil Erneuerbarer Energie von derzeit 21 Prozent (Stand 2021) bis 2030 auf 82 Prozent zu erhöhen. Der günstigste Weg dafür sei der Ausbau von Photovoltaik und Windkraft – Technologien, für die das Land beste Ausgangsbedingungen aufweise. Zudem ist eine staatliche Förderung für den Kauf von Elektrofahrzeugen vorgesehen. 

Mit diesen und anderen Schritten könne Australien zu einer Supermacht der Erneuerbaren Energien werden, wie Albanese in seiner Siegesrede sagte. Der Kampf gegen den Klimawandel war ein zentraler Punkt im Wahlkampf, sogar von einem Klimakrieg zwischen Albaneses Labor Party und der Liberalen Partei seines Vorgängers Scott Morrison war die Rede. Für viele Australier reagierte die Regierung zu zögerlich, trotz Buschbränden und Überflutungen, die mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden.

Photo: iStock/PictureLake

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