Preise für Seltene Erden auf Rekordniveau

von | 18. Feb 2022 - 10:45 | Wirtschaft

Heimischer Rohstoffbedarf in China steigt weiter an.

Die anhaltend starke Nachfrage der chinesischen Industrie nach Seltenen Erden hat in dieser Woche zu einem neuen Preishöchststand geführt. Innerhalb eines Jahres sei etwa der Preis für Praseodym-Neodym-Oxid um 135 Prozent gestiegen, berichtet das Wirtschaftsmagazin Business Korea.

Ein Faktor, der die Nachfrage nach Seltenen Erden in der Volksrepublik derzeit stark treibt, ist die Elektromobilität. Laut Business Korea wurden alleine im Dezember 530.000 E-Autos in dem Land verkauft. Das waren mehr als zehnmal so viele Neuzulassungen wie das Kraftfahrt-Bundesamt im gleichen Monat in Deutschland registrierte.

Der Anteil emissionsfreier Fahrzeuge in China soll im laufenden Jahr noch einmal deutlich von 15 auf 20 Prozent steigen, berichtet die Global Times, entsprechend zunehmen wird damit auch der Ressourcenbedarf. Mit der steigenden Nachfrage kann die heimische Produktion derzeit nicht mithalten. Die Versorgung mit den strategischen Rohstoffen aus Myanmar habe sich zudem noch nicht komplett stabilisiert, so Global Times weiter. China bezieht etwa zehn Prozent seiner Seltenen Erden aus dem Nachbarland. Aufgrund der Corona-Pandemie kam der Rohstoffexport zwischen Juli und November zum Erliegen (wir berichteten).

Während chinesische Industrieexperten laut Global Times kommentieren, dass die Seltenen Erden nun ihren wahren Wert erreicht hätten, dürfte die Preisentwicklung vor allem im Ausland mit Sorge betrachtet werden.

Photo: iStock/champc

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