Lockdown im Seltenerdzentrum Chinas

von | 26. Apr 2022 - 11:25 | Wirtschaft

Die Omikronvariante des Coronavirus hat nun auch Baotou erreicht. Das öffentliche Leben soll nun für eine Woche weitestgehend ruhen. Unklar sind die Auswirkungen auf die Seltenerdindustrie der Region.

Chinas Null-Covid-Politik gehört zu den strengsten weltweit, immer wieder werden ganze Städte abgeriegelt. So auch die Finanzmetropole Shanghai, die sich seit fast einem Monat im Lockdown befindet. Ein solcher wurde nun auch für die Stadt Baotou in der Autonomen Region Innere Mongolei angekündigt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Dies könnte auch Auswirkungen auf die Seltenerdindustrie Chinas haben, denn Baotou ist ein bedeutendes Zentrum der Branche. Die China Northern Rare Earth Group, die die ebenfalls in der Region gelegene Seltenerdmine Bayan Obo betreibt, hat hier ihren Sitz.

Wie sich der einwöchige Lockdown im Einzelnen auswirken wird, ist unklar. Denkbar sind Verzögerungen beim Transport vom Bergwerk zu den Aufbereitungsanlagen, aber auch bei Verwaltungsprozessen, denn alle Einwohner der Stadt sind zu dem einwöchigen Lockdown aufgerufen, Unternehmen wurden dazu aufgefordert, ihren Mitarbeitern das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen, schreibt die Bangkok Post.

Nachfragen zum laufenden Geschäft hat die China Northern Rare Earth Group bislang nicht beantwortet, so Bloomberg weiter.

Bereits Ende März haben die strengen Maßnahmen gegen die Pandemie zu Einschränkungen bei der Versorgung mit Seltenen Erden geführt, da wichtige Umschlagplätze für den Import der Rohstoffe aus dem Nachbarland Myanmar geschlossen wurden (wir berichteten).

Photo: iStock/Robert Way

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