Langsames Internet soll der Vergangenheit angehören

18. März 2022 | Technologien

Ministerium stellt Eckpunkte der Gigabitstrategie für schnelles Internet und flächendeckenden Mobilfunk vor

Zu guten Lebensbedingungen zählt laut Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP unter anderem der Zugang zu schnellem Internet. Derzeit sieht die Netzwirklichkeit hierzulande stellenweise düster aus, denn im internationalen Vergleich steht Deutschland eher schlecht da.

Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing, will dies mit einer Gigabitstrategie ändern, deren Eckpunkte gestern Thema eines Branchentreffens waren. So soll bis 2025 die Anzahl der Glasfaseranschlüsse verdreifacht werden. Um die Schlagzahl beim Ausbau zu erhöhen, ist eine Vereinfachung des Genehmigungsprozesses angestrebt, bis Ende dieses Jahres sind die Bundesländer zu entsprechenden Gesetzesänderungen aufgerufen. Vorgesehen ist auch der Einsatz neuer Verlegetechniken für die Glasfaserleitungen.

In der Gigabitstrategie findet sich zudem die Forderung nach einer Verbesserung der Mobilfunkabdeckung, so müsse es jederzeit möglich sein, auf Zugfahrten unterbrechungsfrei zu arbeiten, mit seiner Familie zu telefonieren oder ein Video zu streamen. Bahntunnel müssten für dafür entsprechend ertüchtigt werden, auch hier sollen die Genehmigungsverfahren vereinfacht werden. Die Gigabitstrategie werde nun ausgearbeitet und im Anschluss in die Ressortabstimmung gegeben.

Mit dem Ausbau der Glasfasertechnologie wird der Bedarf an Germanium weiter steigen. Bereits 2018 machte diese Anwendung 41 Prozent der weltweiten Raffinadeproduktion aus, so die Deutsche Rohstoffagentur DERA (PDF). Das Technologiemetall wird für den Kern des Glasfaserkabels benötigt und ermöglicht dort den verlustfreien Datentransport.

Photo: iStock/LDProd

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