Hessen: Nahverkehrsbetrieb investiert in Wasserstoffzüge

7. Juli 2021 | Technologien

In Hessen entsteht die weltgrößte wasserstoffbetriebene Zugflotte. Frankfurt wird zu einem Zentrum für die Zukunftstechnologie.

Mehrere derzeit von der Hessischen Landesbahn betriebenen Regionalbahnlinien werden im Zuge des Fahrplanwechsels Ende 2022 neu ausgeschrieben. Im Rahmen des Betreiberwechsels wird auch die Zugflotte erneuert. Momentan kommen auf den zum Teil nicht elektrifizierten Strecken des sogenannten Taunusnetzes Dieseltriebwagen zum Einsatz. Sie sollen durch Züge des Coradia iLint 54 des Herstellers Alstom Transport Deutschland ersetzt werden. Die Energie für die Elektromotoren wird bei diesen Modellen durch Brennstoffzellen erzeugt, die lokal emissionsfrei arbeiten.

Mit Wasserstoff betankt werden sollen die Zügen im Industriepark Frankfurt Höchst. Dort fällt der Grundstoff bei der Produktion verschiedener Chemikalien in großen Mengen an. Gewartet werden die Züge ebenfalls in Frankfurt. Das Regio Werk der Deutschen Bahn im Stadtteil Griesheim wird dann die weltgrößte Flotte an Wasserstoffzügen instand halten.

Wie bei vielen anderen Zukunftstechnologien kommen auch bei Brennstoffzellenantrieben seltene Erden und Technologiemetalle zum Einsatz. So dient etwa Terbium als Stabilisator in den Zellen und Neodym als Permanentmagnet in den Elektromotoren.

Photo: Alstom/Michael Wittwer/Christoph Busse

2030 oder 2050 Klimaneutralität
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