Grönland verbietet Förderung von Uran

10. November 2021 | Markt

Betroffen ist von dem Verbot auch der angestrebte Abbau Seltener Erden in der Kvanefjeld-Mine

Der Abbau von Uran in Gönland ist nun offiziell untersagt worden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Dienstag vom Parlament verabschiedet.

Es verbietet zudem die Erschließung von Rohstofflagerstätten mit einer bestimmten Konzentration des radioaktiven Elements Uran. Davon ist auch die angestrebte kommerzielle Förderung des Seltenerdvorkommens der Kvanefjeld-Mine betroffen, die ebenfalls Uran enthält. Das Projekt und die befürchteten Auswirkungen auf die Umwelt sind seit Jahren ein gesellschaftlicher und politscher Streitpunkt (wir berichteten), der in diesem Jahr sogar Neuwahlen notwendig machte.

Die aus den Parlamentswahlen im April siegreich hervorgegangenen Partei Inuit Ataqatigii hatte sich im Wahlkampf klar gegen die Förderung in Kvanefjeld positioniert.

Auch die Exploration von Öl- und Gasvorkommen hat Grönland wegen Umweltbedenken mittlerweile verboten, entsprechende Lizenzen werden seit diesem Sommer nicht mehr vergeben. Dafür soll das große Potential für die Wasserkraft auf der Insel weiterentwickelt werden.

(Update vom 11.11.2021)

Photo: iStock/KimKimsenphot

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