Galliumarsenid steigert Wirkungsgrad von Photovoltaik

13. Juli 2021 | Technologien

Fraunhofer-Institut ISE meldet Rekordwirkungsgrad von 68,9 Prozent für GaAs-Dünnschichtzelle unter Laserlicht.

Auf der 48. IEEE Photovoltaic Specialists Conference demonstrierten Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE kürzlich, wie sie mit einer Laserleistungszelle unter monochromatischem Licht einen photovoltaischen Rekordwirkungsgrad von 68,9% erzielen können. Sie nutzten dafür eine sehr dünne Solarzelle aus Galliumarsenid, die sie mit einem hochreflektierenden, leitfähigen Rückseitenspiegel versahen. Institutsleiter Andreas Bett: „Das ist ein beeindruckendes Ergebnis, das zeigt, welches Potenzial in der Photovoltaik auch für industrielle Anwendungen jenseits der Solarstromgewinnung steckt.“

Konkret setzten die Forscher auf der sogenannten Power-by-Light-Technologie auf, die für einen besonders effizienten photovoltaischen Effekt sorgt.  Für diese relativ neue Form der Energieübertragung entstehen immer mehr Anwendungen. Laut Fraunhofer ISE beispielsweise bei der Strukturüberwachung von Windkraftanlagen, der Überwachung von Hochspannungsleitungen, bei der Treibstoffsensorik in Flugzeugtanks oder der optischen Versorgung von Implantaten außerhalb des Körpers, der Überwachung passiver optischer Netzwerke oder bei der drahtlosen Energieversorgung für Anwendungen im Internet der Dinge.

Photo: Fraunhofer-Institut ISE

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