Ein Schrei nach Unabhängigkeit

14. März 2022 | Markt

Das Projekt „SCREAM“ soll das Recycling von Permanentmagneten aus Seltenen Erden forcieren und die Abhängigkeit des Vereinigten Königreichs von Importen reduzieren.

Das Vereinigte Königreich möchte die Versorgung seiner Industrie mit Magnetwerkstoffen aus Seltenen Erden diversifizieren, denn unter anderem durch die steigende Nachfrage nach E-Autos wächst der Bedarf und damit die Abhängigkeit von Importen. Die Wiederverwertung der Materialien aus Elektromotoren, Windturbinen und Elektronikschrott könnte bei der Sicherung der Lieferkette eine bedeutende Rolle einnehmen. Vorangetrieben werden soll der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft jetzt mit einem Projekt, das den klingenden Namen SCREAM (engl. Schrei) trägt, was für “Secure Critical Rare Earth Magnets for UK” steht. Im Rahmen des Vorhabens ist der Bau verschiedener Pilotanlagen geplant, von der Aufbereitung des Ausgangsmaterials bis hin zur Fertigung neuer Magneten.

SCREAM wird mit 3,4 Millionen Pfund (4,05 Mio. Euro) gefördert, die zum größten Teil aus Mitteln der staatlichen Einrichtung UK Research and Innovation (UKRI) stammen.

Zu den Projektpartnern gehören neben der Universität Birmingham der Autohersteller Jaguar Land Rover sowie Mkango UK, eine hundertprozentige Tochter des kanadischen Bergbauunternehmen Mkango Resources. Das Unternehmen plant die Förderung Seltener Erden in Malawi und deren Aufbereitung in Polen (wir berichteten), arbeitet aber auch an Recyclingverfahren für Seltenerdmagneten.

Photo: iStock/vejaa

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