E-Mobilität treibt künftig den Stromverbrauch

17. November 2021 | Markt

Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Analyse zur Entwicklung des Stromverbrauchs bis 2030 vorgelegt. Die steigende Zahl von Elektrofahrzeugen wird darin zum treibenden Faktor.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Dienstag eine Analyse zur Entwicklung des Bruttostromverbrauchs (BSV) vorgelegt. Der darin vorhergesagte Anstieg des Stromverbrauchs von 551 Terawattstunden (Twh) im Jahr 2020 auf 658 bis zum Jahr 2030 sei vor allem auf die stark wachsende Bedeutung der E-Mobilität zurückzuführen, heißt es in der dazugehörigen Pressemitteilung. Das Ministerium rechnet damit, dass bis 2030 16 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge in Betrieb sein werden. Derzeit sind es 309.000. Hinzu kämen elektrische Wärmepumpen in Gebäuden und Wärmenetzen, die Erzeugung von Elektrolyse-Wasserstoff sowie die Produktion von Batterien.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht sogar von einem noch höheren Verbrauch aus. Die zunehmende Digitalisierung sei dabei ein zusätzlicher Faktor, wie der Verband in einer ersten Reaktion auf die Analyse schreibt. In der Folge sei mit einem Verbrauch von 700 (TwH) zu rechnen. Gleichzeitig sei ein höherer Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von 70 Prozent bis 2030 notwendig, schreibt der BDEW weiter. Nur so sei das Erreichen der Klimaschutzziele realistisch. Die Regierung sei nun gefragt, um Hemmnisse für den Ausbau der Windenergie an Land abzubauen. Gleichzeitig müsse in die Photovoltaik und die Stromnetze investiert werden.

Aktuell ist Deutschland beim Anteil Erneuerbarer Energien im Strommix mit etwa 17 Prozent nur Mittelmaß, wie Daten des Statistischen Bundesamt zeigen.

Photo: iStock/kflGALORE

2030 oder 2050 Klimaneutralität
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