Deutschland und Norwegen weiten Wasserstoff-Partnerschaft aus

von | 6. Jan 2023 - 13:46 | Politik

Habeck zu politischen Gesprächen in Oslo. Klimaneutrale Energieversorgung im Fokus.

Deutschland und Norwegen verstärken ihre Zusammenarbeit im Energiebereich und beim Aufbau einer klimaneutralen Energieversorgung. Entsprechende Erklärungen haben der deutsche Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Störe in Oslo unterzeichnet. Wasserstoff und die Dekarbonisierung energieintensiver Industriebranchen stehen dabei im Fokus. Norwegen hat ein hohes Erzeugungspotenzial für Grünen Wasserstoff durch Erneuerbare Energien und zugleich einen relativ geringen Eigenverbrauch, daher sind Importe nach Deutschland geplant. Die beiden Länder wollen außerdem wichtige Felder der grünen Industriepolitik stärken, wie Batteriezellenproduktion, Mikroelektronik oder Rohstoffgewinnung.

Habeck nannte Norwegen einen wichtigen und sehr verlässlichen Partner. Nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges sei das skandinavische Land heute Deutschlands wichtigster Energielieferant. Derzeit beziehe die Bundesrepublik den Großteil ihres Erdgases von dort, künftig sollen es zunehmend Offshore-Windenergie und Wasserstoff sein; zunächst Blaues H2, dessen Produktion als kohlenstoffarm gilt, später Grünes, das klimaneutral mithilfe von Ökostrom erzeugt wird. Dafür müsse gemeinsam eine europäische Netz- und Wasserstoffinfrastruktur aufgebaut werden. Wie wir gestern berichteten, planen die Energiekonzerne RWE und Equinor eine H2-Pipeline zwischen Norwegen und Deutschland.

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