Trotz Spannungen: USA streben „robuste“ Wirtschaftsbeziehungen mit China an

von | 28. Aug 2023 - 10:29 | Politik

Bereits drittes US-Kabinettsmitglied reist nach Peking. Chip-Embargo und Exportkontrollen für Rohstoffe mögliche Themen.

US-Handelsministerin Gina Raimondo ist am Sonntag zu einem mehrtägigen Besuch in China eingetroffen. Dort will sie sich laut Wall Street Journal (WSJ) (Paywall) mit Vertretern aus Politik, aber auch mit US-Unternehmen treffen, die in dem asiatischen Land aktiv sind. Auf der Tagesordnung werden unter anderem die Sanktionen für den Export von modernsten Computerchips nach China stehen, die von den USA initiiert wurden. Die Maßnahmen würden nur für eine kleine Anzahl von Produkten gelten und dem Schutz der nationalen Sicherheit der USA dienen, so Raimondo im Vorfeld ihres Besuchs. Eine wirtschaftliche Entkoppelung von Chinas sei nicht im Interesse ihres Landes, vielmehr sollten „robuste“ Wirtschaftsbeziehungen aufrechterhalten werden.

Auf die Chip-Sanktionen hatte China mit Exportkontrollen für die Technologiemetalle Gallium und Germanium reagiert, was international für Verunsicherung gesorgt hat. Auch diese Vergeltungsmaßnahme dürfte auf Raimondos Agenda stehen, so die Denkfabrik Cato Institute gegenüber Voice of America.

Die Ministerin ist bereits das dritte Kabinettsmitglied, das in diesem Sommer in die Volksrepublik reist. Ziel der diplomatischen Offensive sei es, den Boden für das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping im November in San Francisco zu bereiten, so das WSJ.

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