Tokio macht Solar zur Pflicht

von | 21. Dez 2022 - 09:52 | Politik

Ausbau der Erneuerbaren Energie im ganzen Land angestrebt.

Ab 2025 müssen Neubauten in der japanischen Hauptstadt Tokio ab 2025 mit einer Solaranlage oder anderen Möglichkeiten zur nachhaltigen Energieerzeugung ausgestatten sein. Ein Gesetzentwurf, der laut Japan Times etwa die Hälfte der jährlich 46.000 neugebauten Häuser beträfe, wurde in der letzten Woche von der Stadtverordnetenversammlung gebilligt.

Die Metropolregion Tokio-Yokohama ist der größte Ballungsraum der Welt und ein bedeutender Emittent von klimaschädlichen Gasen. Bis 2030 soll die Emissionen halbiert werden, so die Japan Times weiter, ein Ziel das 2021 der damalige japanische Premierminister Yoshihide Suga für das gesamte Land ausgegeben hat, ermöglicht durch die vermehrte Nutzung Erneuerbarer Energien.

Derzeit setzt man vor allem auf fossile Energieträger wie Gas und Kohle, die laut Energytracker jeweils einen Anteil von 31 Prozent am Energiemix des Landes haben. Solarenergie trägt hierzu neun Prozent bei, die Atomkraft sechs Prozent. Ihre Bedeutung dürfte künftig wieder steigen: Im März dieses Jahres sprach sich erstmal wieder eine Mehrheit der Japaner für die Wiederaufnahme des Betriebes von Atomkraftwerken aus, die nach dem Reaktorunglück in Fukushima 2011 stillgelegt wurden.

Hintergrund für das Umdenken seien die hohen Energiepreise, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Details zur Nutzung der Kernenergie würden im neuen Jahr im Parlament erörtert, berichtete kürzlich die Agentur Reuters unter Berufung auf einen Beamten des Industrieministeriums.

Photo: iStock/SeanPavonePhoto

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