Seltene Erden: Nachhaltiger durch Blockchain

von | 8. Feb 2022 - 13:57 | Markt

Ein neues, auf Blockchain basierendes System soll die Nachhaltigkeit von Seltenen Erden bewerten. Finanziert wird es mit EU-Mitteln.

Die Rare Earth Industry Association (REIA) entwickelt mit Partnern aus der Industrie ein Zertifizierungsystem für Seltene Erden. Es soll Unternehmen helfen, ihre Lieferketten für die strategischen Rohstoffe zurückzuverfolgen und sie stabiler sowie nachhaltiger zu machen. In etwa drei Jahren ist die Fertigstellung geplant, sagte REIA gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die EU finanziert das Projekt im Rahmen ihres Aktionsplans, der die europäische Versorgung mit kritischen Rohstoffen sicherstellen soll. Zur Höhe der Gelder wurde nichts bekannt gegeben. An der Entwicklung von „CSyARES“ (Circular System for Assessing Rare Earth Sustainability) sind neben der REIA die Unternehmen Circularise, BEC, Grundfos und Minviro beteiligt. Fest stehe bereits, dass mehrere Automobilhersteller und ihre Zulieferer das System nutzen werden.

Die Nachfrage nach Seltenen Erden wie Neodym, das unter anderem sehr wichtig für Elektromotoren, Windkraftanlagen und Unterhaltungselektronik ist, wächst. Gleichzeitig ist ihre Verfügbarkeit begrenzt und die weltweite Produktion zu rund 90 Prozent von China kontrolliert. Um unabhängiger zu werden, will die EU Kreislaufwirtschaft und die heimische Produktion von Seltenerdmagneten stärken. Auch weltweit schaffen Regierungen neue Vorschriften zu nachhaltigen Verfahren wie Recycling, schreibt die REIA. Für Lieferanten von Seltenerdmetallen wird es daher immer wichtiger nachzuweisen, dass sie Umweltstandards einhalten. Durch das neue Zertifizierungssystem sollen verarbeitende Unternehmen wie die Automobilbranche leichter erkennen, ob ein Rohstoff „sauber“ ist.

Photo: iStock/NicoElNino

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