Rohstoffversorgung: DERA gibt Handlungsempfehlungen

12. Mai 2022 | Markt

Eine von Pricewaterhouse Coopers (PwC) durchgeführte Auftragsstudie gibt Einblick in die Strategien internationaler Konzerne zur Sicherung der Versorgung mit kritischen Rohstoffen.

Welche Strategien haben internationale Unternehmen, um die eigene Rohstoffversorgung sicherzustellen und welche Lehren können deutsche Firmen daraus ziehen? Diesen Fragen ist die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) nachgegangen. In der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC durchgeführten Studie wurden Unternehmen aus sieben Ländern befragt, die in einem ähnlichen Marktumfeld wie Deutschland agieren. Der Fokus lag dabei auf der Automobil-, Maschinen- und Anlagebau- sowie der Telekommunikationsindustrie.

Feststellbar sei laut Studie, dass das Thema der sicheren Rohstoffbeschaffung bei diesen Markteilnehmern an Relevanz zugenommen habe. Sie beabsichtigen den vermehrten Einsatz entsprechender Strategien. Dabei spielten die Diversifizierung der Lieferantenbasis und die Nutzung von langfristigen Lieferverträgen die wichtigste Rolle. Zusätzlich zeichne sich ein Trend zur Nachhaltigkeit ab, etwa bei Projekten zu Substituierung, Recycling und Reduzierung von Material. Geplant sei zudem der vermehrte Einsatz von IT-Anwendungen, z.B. Big Data oder künstliche Intelligenz. Die Beteiligung an Bergbauprojekten oder anderen Formen der vertikalen Integration hingegen spiele aus Kostengründen nur eine untergeordnete Rolle.

Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass sich die Komplexität der Rohstoffmärkte im Spannungsfeld von zunehmender Vernetzung und gleichzeitig verstärkten protektionistischen Tendenzen künftig erhöhen wird.  Unternehmen müssten sich daher „flexibler und agiler aufstellen“ und ein „resilientes Instrumentenportfolio“ erarbeiten.

Photo: iStock/ipopba

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