Produktionsanlage für Seltene Erden in Alaska auf dem Weg

6. Januar 2022 | Markt

Das kanadische Unternehmen Ucore Rare Metals baut eine Pilotanlage zur Aufbereitung von Seltenen Erden und Technologiemetallen. Das könnte ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer unabhängigen nordamerikanischen Lieferkette für die kritischen Rohstoffe sein.

Eine unabhängige amerikanische Lieferkette mit Seltenen Erden gehört zur Unternehmensvision von Ucore Rare Metals. Um Chinas Kontrolle dieses Marktsektors etwas entgegenzusetzen, möchte das Unternehmen die nach eigenen Angaben erste moderne Verarbeitungsanlage für Seltene Erden in Nordamerika bauen, den Alaska Strategic Metals Complex (SMC).

Die zugrundeliegende Technik wird vor ihrer Markteinführung zunächst in einer Pilotanlage in Kingston, Ontario, zum Einsatz kommen. Das neue RapidSX-Verfahren stellt laut Ucore Rare Metals eine wesentliche Verbesserung der weltweit eingesetzten Standardtechnologie zur Trennung und Reinigung von Seltenerdelementen dar. Damit werde es möglich, Seltene Erden sowie Technologiemetalle wie Kobalt und Lithium kostengünstiger, schneller und platzsparender aufzubereiten. Entwickelt wurde RapidSX von Innovation Metals, einer Tochtergesellschaft von Ucore, teilweise in Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium.

Die Inbetriebnahme der Pilotanlage ist für das erste Quartal 2022 vorgesehen. Anschließend soll das RapidSX-Verfahren im Alaska SMC genutzt werden, um planmäßig im ersten Halbjahr 2024 einzelne Seltene Erden zu produzieren. Das verarbeitete Rohmaterial wird dem Mining Magazine zufolge von Vital Metals stammen, dem ersten kanadischen Produzenten von Seltenen Erden.

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