Massiver Ausbau der Windenergie gefordert

19. Juli 2021 | Markt

Laut des Global Wind Energy Council verläuft der Ausbau der Windenergie deutlich zu langsam. 

Wenige Tage vor dem Treffen der Umweltminister der G20-Staaten in Neapel hat sich das Global Wind Energy Council (GWEC) in einem offenen Brief an die Politik gewandt. Die bisherigen Maßnahmen gegen den Klimawandel werden darin begrüßt, es müsse allerdings noch deutlich mehr unternommen werden, zumal die G20-Staaten 80 % der globalen CO2-Emissionen verursachten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien verlaufe viel zu schleppend und das Potential der Windenergie werde nicht ausreichend genutzt, heißt es weiter. Das GEWC verweist dabei auf Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) wonach sich der Ausbau der Windkraft von 93 GW im Jahr 2020 auf 390 GW im Jahr 2030 vervierfachen müsste, um bis 2050 das Ziel der Klimaneutralität erreichen zu können. Mit den derzeitigen Wachstumsraten würde sich ein Installationsdefizit von bis zu 57 % ergeben
Der geforderte massive Ausbau geht einher mit einem erhöhten Bedarf an Seltenen Erden. Das Wuppertal Institut, ein Thinktank für die Nachhaltigkeitsforschung, schätzt den Bedarf je nach Bauart des Windrads auf 24,8 – 201,5 Kilogramm Neodym und 1,8 – 15 Kilogramm Dysprosium pro Megawatt.

Der Brief wurden von 23 CEOs der Branche unterzeichnet, darunter Henrik Andersen (Vestas) und Anja-Isabel Dotzenrath (RWE Renewables GmbH).

Photo: iStock/ fokkebok

2030 oder 2050 Klimaneutralität
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