Kanada steigt in die Förderung von Seltenen Erden ein

14. Juli 2021 | Markt

In den Nordwest-Territorien Kanadas finden sich Seltene Erden. Nun werden sie auch kommerziell erschlossen.

In Kanada werden seit diesem Sommer Seltene Erden abgebaut. Das Land reiht sich damit ein in die weiterhin überschaubare Anzahl der Förderländer dieser wichtigen Rohstoffe.
Etwa 110 Kilometer südöstlich von Yellowknife, der Hauptstadt der Nordwest-Territorien, liegt die Nechalacho-Mine, die reich an schweren Selten Erden ist.  Laut Betreiber Vital Metals soll die Mine bis 2025 rund 5.000 Tonnen Seltene Erden erbringen. Das Bergbauunternehmen Det’on Cho Nahanni Construction Corporation wird die Ressourcen abbauen. Das Unternehmen gehört der Yellowknives Dene First Nation, die damit die Ressourcenförderung auf ihrem Stammesterritorium verantwortet. Stammesführer Ernest Betsina erhofft sich davon einen behutsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen des Gebietes. Darauf legen die Projektbeteiligten großen Wert. So werden vor Ort keine Chemikalien eingesetzt. Das in der Mine geförderte Gestein wird vielmehr an Ort und Stelle zerkleinert und die wertvollsten Bestandteile zur weiteren Aufbereitung im südkanadischen Saskatoon abtransportiert. Der Veredelungsprozess findet anschließend in Norwegen statt.
Ziel von Vital Metals ist es, größter unabhängiger Lieferant von Seltenen Erden außerhalb Chinas zu werden. Pläne zur Rohstoffförderung hat das Unternehmen auch in Tansania.

Photo: iStock/dbvirago

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