In Klima, Gesundheit und KI investieren

von | 8. Mai 2023 - 08:35 | Kutzers Corner

Langfristige Anleger brauchen sich von der anhaltenden Inflations- und Zinsdiskussion nicht abschrecken zu lassen. Die globalen Megatrends bieten Chancen ohne Ende.

Die Zeit drängt. Aber hastige Entscheidungen der politisch Verantwortlichen stoßen auf Kritik und Widerstand. Die langfristigen Megathemen überlagern sogar die kurz- bis mittelfristigen Konjunktursorgen. Hierzulande sorgt schon die Kontroverse um die Maßnahmen zur Modernisierung der künftigen Energieversorgung für heftigen Streit. Die Finanzierungsfragen sind dabei „nur“ eines der umstrittenen Themen. Eine positive Begleiterscheinung: Das Bewusstsein für die großen Zukunftsaufgaben wird in weiten Kreisen der Bevölkerung geschärft. Das strahlt wiederum auf das Anlageverhalten der Deutschen aus.

Chancen durch globale Aufgaben

Diverse Analysen und Prognosen aus Wissenschaft und Wirtschaft lassen keine Zweifel an der alles überragenden Bedeutung der globalen Herausforderungen mehr zu. Klima- und Umweltschutz, die Verbesserung des Gesundheitswesens und der zunehmende Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) werden – und müssen! – die Welt verändern. Das ist zugleich eine große Chance für gemeinsame, friedliche Weiterentwicklungen. Davon sollten Investoren und Kapitalanleger profitieren, wenn sie sich mit einem langen Atem engagieren. Klimabezogene Investments haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, weil sich weltweit Staaten mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinandersetzen.

Es steht genug Kapital zur Verfügung

Dem jüngsten Bericht des Weltklimarates (IPCC) zufolge reicht das global zur Verfügung stehende Kapital aus, um die Treibhausgas-Emissionen rasch zu reduzieren, wenn die bestehenden Hindernisse beseitigt werden. Regierungen und Regulierungsbehörden sind durch öffentliche Finanzierungen und klare Signale an Investoren der Schlüssel zu diesem Prozess. Investoren erkennen zunehmend, dass der Klimawandel sowohl ein Risiko als auch eine Chance für ihre Portfolios darstellt. Es gibt Risiken, die mit dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft verbunden sind, wie etwa Veränderungen in der Gesetzgebung, der Technologie und dem Verbraucherverhalten. Zudem gibt es physische Risiken in Bezug auf die Anfälligkeit der Lieferkette, der Betriebsabläufe und der Vermögenswerte eines Unternehmens aufgrund der zunehmenden Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Überschwemmungen oder Wirbelstürme.

Anleger nutzen die neuen Chancen

Gleichzeitig versuchen immer mehr Anleger, die Chancen zu nutzen, die sich aus dem Wandel ergeben. Dazu gehören Investments in Unternehmen, die innovative Lösungen zur Eindämmung des Klimawandels entwickeln, z. B. saubere Energie, Elektrofahrzeuge und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Die Fondsgesellschaften reagieren auf diese Nachfrage, indem sie neue Fonds mit einem klimabezogenen Ansatz auflegen und alte Strategien mit einer nachhaltigen Ausrichtung umgestalten. Wie aus einem Bericht des internationalen Analyse- und Ratingunternehmens Morningstar hervorgeht, gab es Ende 2022 weltweit bereits 1.206 Investmentfonds und börsengehandelte Fonds (ETFs) mit einem solchen klimabezogenen Ansatz, Ende 2021 waren es 950. Das Universum der Klimafonds umfasst eine breite und wachsende Palette von Strategien, die darauf abzielen, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Präferenzen der Investoren zu erfüllen.

Vielversprechende Zukunft für Elektrofahrzeuge

Die Aushängeschilder der Energiewende, nämlich die Elektrofahrzeuge (EVs), werden mittlerweile erwachsen. Obwohl einige kurzfristige Wachstumsschwierigkeiten unvermeidlich sind, vertreten die Investmentexperten von Federated Hermes die These: Die künftige Entwicklung des elektrischen Autoverkehrs sieht vielversprechend aus. Laut S&P Global Mobility wuchs der Verkauf von Elektrofahrzeugen zwischen 2021 und 2022 um rund 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Allerdings muss der Markt kurzfristig einige Herausforderungen bewältigen, weshalb viele Branchenbeobachter davon ausgehen, dass sich das Umsatzwachstum im Jahr 2023 verlangsamen wird. Begründung: Die Energiekrise in Europa hat die Strompreise in die Höhe getrieben. Somit sind Elektrofahrzeuge für Käufer in dieser wichtigen Region vorübergehend weniger attraktiv. China schafft langjährige Subventionen für Elektrofahrzeuge ab, und auch europäische Länder wollen finanzielle Anreize zurückfahren, wenn sich Elektrofahrzeuge stärker durchsetzen. Außerdem lässt die Angst vor einer weltweiten Rezession den Verkauf von Neufahrzeugen allgemein sinken.

Regulatorische Entwicklung ist positiv

Abgesehen von diesen vorübergehenden Einschränkungen deutet nach Einschätzung der Investmentgesellschaft jedoch alles darauf hin, dass die Nachfrage auch in Zukunft hoch bleiben wird: So gilt die politische und regulatorische Entwicklung weltweit als ausgesprochen positiv für die Energiewende im Allgemeinen und für Elektrofahrzeuge im Besonderen. Und bessere Batterietechnologien werden die Ladezeiten verkürzen und die Reichweite der Fahrzeuge erhöhen, während das Ladenetz ausgebaut wird; dies wird das Problem der “ Reichweiten-Sorge“ lösen.

Federated Hermes geht davon aus, dass die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen einen Wendepunkt erreichen wird, sobald bessere Batterie- und Ladetechnologien die Nutzbarkeit verbessern und die Preise sinken. Daher erwarten die Investmentstrategen, dass der Markt für Elektrofahrzeuge trotz einiger kurzfristiger Gegenwinde mittel- bis langfristig deutlich wachsen wird.

Diese Erwartung wird durch eine Studie von BloombergNEF gestützt. Diese prognostiziert, dass im Zuge des Inflation Reduction Act bis 2030 mehr als die Hälfte der Autoverkäufe in den USA – einem Markt, in dem die Einführung von Elektroautos bisher relativ langsam verlief – Elektroautos sein werden. Insgesamt bedeutet dies, dass sich die Industrie auf ein deutlich höheres Volumen einstellen muss. Die Beseitigung von Engpässen in der Versorgungskette und die Gewährleistung eines angemessenen Wachstums bei der Produktion von Metallen und Mineralien, die für den Elektroantrieb – der die in der Fahrzeugbatterie gespeicherte Energie an den Motor weiterleitet – unerlässlich sind, werden von entscheidender Bedeutung sein.

In Klima, Gesundheit und KI investieren

Langfristige Anleger brauchen sich von der anhaltenden Inflations- und Zinsdiskussion nicht abschrecken zu lassen. Die globalen Megatrends bieten Chancen ohne Ende.

Die Zeit drängt. Aber hastige Entscheidungen der politisch Verantwortlichen stoßen auf Kritik und Widerstand. Die langfristigen Megathemen überlagern sogar die kurz- bis mittelfristigen Konjunktursorgen. Hierzulande sorgt schon die Kontroverse um die Maßnahmen zur Modernisierung der künftigen Energieversorgung für heftigen Streit. Die Finanzierungsfragen sind dabei „nur“ eines der umstrittenen Themen. Eine positive Begleiterscheinung: Das Bewusstsein für die großen Zukunftsaufgaben wird in weiten Kreisen der Bevölkerung geschärft. Das strahlt wiederum auf das Anlageverhalten der Deutschen aus.

Chancen durch globale Aufgaben

Diverse Analysen und Prognosen aus Wissenschaft und Wirtschaft lassen keine Zweifel an der alles überragenden Bedeutung der globalen Herausforderungen mehr zu. Klima- und Umweltschutz, die Verbesserung des Gesundheitswesens und der zunehmende Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) werden – und müssen! – die Welt verändern. Das ist zugleich eine große Chance für gemeinsame, friedliche Weiterentwicklungen. Davon sollten Investoren und Kapitalanleger profitieren, wenn sie sich mit einem langen Atem engagieren. Klimabezogene Investments haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, weil sich weltweit Staaten mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinandersetzen.

Es steht genug Kapital zur Verfügung

Dem jüngsten Bericht des Weltklimarates (IPCC) zufolge reicht das global zur Verfügung stehende Kapital aus, um die Treibhausgas-Emissionen rasch zu reduzieren, wenn die bestehenden Hindernisse beseitigt werden. Regierungen und Regulierungsbehörden sind durch öffentliche Finanzierungen und klare Signale an Investoren der Schlüssel zu diesem Prozess. Investoren erkennen zunehmend, dass der Klimawandel sowohl ein Risiko als auch eine Chance für ihre Portfolios darstellt. Es gibt Risiken, die mit dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft verbunden sind, wie etwa Veränderungen in der Gesetzgebung, der Technologie und dem Verbraucherverhalten. Zudem gibt es physische Risiken in Bezug auf die Anfälligkeit der Lieferkette, der Betriebsabläufe und der Vermögenswerte eines Unternehmens aufgrund der zunehmenden Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Überschwemmungen oder Wirbelstürme.

Anleger nutzen die neuen Chancen

Gleichzeitig versuchen immer mehr Anleger, die Chancen zu nutzen, die sich aus dem Wandel ergeben. Dazu gehören Investments in Unternehmen, die innovative Lösungen zur Eindämmung des Klimawandels entwickeln, z. B. saubere Energie, Elektrofahrzeuge und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Die Fondsgesellschaften reagieren auf diese Nachfrage, indem sie neue Fonds mit einem klimabezogenen Ansatz auflegen und alte Strategien mit einer nachhaltigen Ausrichtung umgestalten. Wie aus einem Bericht des internationalen Analyse- und Ratingunternehmens Morningstar hervorgeht, gab es Ende 2022 weltweit bereits 1.206 Investmentfonds und börsengehandelte Fonds (ETFs) mit einem solchen klimabezogenen Ansatz, Ende 2021 waren es 950. Das Universum der Klimafonds umfasst eine breite und wachsende Palette von Strategien, die darauf abzielen, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Präferenzen der Investoren zu erfüllen.

Vielversprechende Zukunft für Elektrofahrzeuge

Die Aushängeschilder der Energiewende, nämlich die Elektrofahrzeuge (EVs), werden mittlerweile erwachsen. Obwohl einige kurzfristige Wachstumsschwierigkeiten unvermeidlich sind, vertreten die Investmentexperten von Federated Hermes die These: Die künftige Entwicklung des elektrischen Autoverkehrs sieht vielversprechend aus. Laut S&P Global Mobility wuchs der Verkauf von Elektrofahrzeugen zwischen 2021 und 2022 um rund 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Allerdings muss der Markt kurzfristig einige Herausforderungen bewältigen, weshalb viele Branchenbeobachter davon ausgehen, dass sich das Umsatzwachstum im Jahr 2023 verlangsamen wird. Begründung: Die Energiekrise in Europa hat die Strompreise in die Höhe getrieben. Somit sind Elektrofahrzeuge für Käufer in dieser wichtigen Region vorübergehend weniger attraktiv. China schafft langjährige Subventionen für Elektrofahrzeuge ab, und auch europäische Länder wollen finanzielle Anreize zurückfahren, wenn sich Elektrofahrzeuge stärker durchsetzen. Außerdem lässt die Angst vor einer weltweiten Rezession den Verkauf von Neufahrzeugen allgemein sinken.

Regulatorische Entwicklung ist positiv

Abgesehen von diesen vorübergehenden Einschränkungen deutet nach Einschätzung der Investmentgesellschaft jedoch alles darauf hin, dass die Nachfrage auch in Zukunft hoch bleiben wird: So gilt die politische und regulatorische Entwicklung weltweit als ausgesprochen positiv für die Energiewende im Allgemeinen und für Elektrofahrzeuge im Besonderen. Und bessere Batterietechnologien werden die Ladezeiten verkürzen und die Reichweite der Fahrzeuge erhöhen, während das Ladenetz ausgebaut wird; dies wird das Problem der “ Reichweiten-Sorge“ lösen.

Federated Hermes geht davon aus, dass die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen einen Wendepunkt erreichen wird, sobald bessere Batterie- und Ladetechnologien die Nutzbarkeit verbessern und die Preise sinken. Daher erwarten die Investmentstrategen, dass der Markt für Elektrofahrzeuge trotz einiger kurzfristiger Gegenwinde mittel- bis langfristig deutlich wachsen wird.

Diese Erwartung wird durch eine Studie von BloombergNEF gestützt. Diese prognostiziert, dass im Zuge des Inflation Reduction Act bis 2030 mehr als die Hälfte der Autoverkäufe in den USA – einem Markt, in dem die Einführung von Elektroautos bisher relativ langsam verlief – Elektroautos sein werden. Insgesamt bedeutet dies, dass sich die Industrie auf ein deutlich höheres Volumen einstellen muss. Die Beseitigung von Engpässen in der Versorgungskette und die Gewährleistung eines angemessenen Wachstums bei der Produktion von Metallen und Mineralien, die für den Elektroantrieb – der die in der Fahrzeugbatterie gespeicherte Energie an den Motor weiterleitet – unerlässlich sind, werden von entscheidender Bedeutung sein.

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