IEA: Steigende Rohstoffpreise Herausforderung für Erneuerbare Energien

von | 29. Jun 2022 - 09:06 | Markt

Energiebehörde legt World Energy Investment Report 2022 vor. Erstmals Überblick über Investments in kritische Rohstoffe enthalten.

Die internationale Energieagentur (IEA) hat in der vergangenen Woche ihren jährlichen World Energy Investment Report vorgelegt. Die Analyse umfasst Investitionen und Finanzierung in allen Bereichen der Brennstoff- und Stromversorgung sowie in Forschung und Entwicklung.

Laut IEA fließt nach Jahren der Stagnation mehr Geld in nachhaltige Energie, 2022 werden Investitionen in den Sektor voraussichtlich die Marke von 1,4 Billionen US-Dollar übersteigen. Spitzenreiter bei den Investitionen sei 2021 China gewesen, gefolgt von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten.

Der diesjährige Report enthält erstmals auch einen Überblick über die Investitionstrends bei kritischen Mineralien wie Kupfer, Lithium und Seltenen Erden. Der Agentur zufolge bedrohten steigende Rohstoffpreise den langjährigen Trend sinkender Kosten der Erneuerbaren Energien. Ursache für die Verteuerung sei eine Kombination aus steigender Nachfrage, unterbrochenen Lieferketten und Sorgen um eine Verknappung des Angebots. In der Folge hätten sich im vergangenen Jahr die Preise für Windturbinen um neun Prozent verteuert, bei Solaranlagen sei ein Anstieg von 16 Prozent zu verzeichnen.

Gleichzeitig stellt die IEA eine deutliche Zunahme der Ausgaben für das Erschließen neuer Rohstoffvorkommen fest. Der Zuwachs von 30 Prozent gehe vor allem auf das Konto der USA, Kanada und Lateinamerika. Bis hieraus größere Fördermengen und damit eine Entspannung der Versorgungssituation resultieren, dürfte jedoch einige Zeit vergehen. Die Zahl der Marktteilnehmer vergrößere sich unterdessen, da auch die Hersteller von Autos sowie Batterien ihre Aktivitäten in vorgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette ausbauten.

Der vollständige Report ist hier zu finden.

Photo: iStock/Cristian Storto Fotografia

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