Halbleiter: Stellantis und Foxconn kooperieren

von | 7. Dezember 2021 | Markt

Zusammenarbeit mit taiwanischer Firma soll Versorgung mit Komponenten sichern.

Der Mangel an Computerchips wird vermutlich auch im nächsten und übernächsten Jahr viele Wirtschaftszweige belasten, prognostizierte kürzlich die Unternehmensberatung Deloitte. Immerhin: Betroffen seien nicht alle Chiptypen. Das Ausmaß der Knappheit werde zudem weniger gravierend ausfallen als Ende 2020 und im laufenden Jahr. Die Beratungsfirma AlixPartners hat alleine für die Automobilbranche einen Umsatzverlust von 210 Mrd. Dollar prognostiziert.

Um die Versorgung mit den Bauteilen künftig weniger störanfällig zu machen, hat das Automobilunternehmen Stellantis – Konzernmutter unter anderem von Chrysler, Opel und Fiat – die Unterzeichnung einer unverbindlichen Absichtserklärung zur Gründung einer Partnerschaft mit der Hon Hai Technology Group bekanntgegeben. Hon Hai ist international unter dem Namen Foxconn als Auftragsfertiger für Kunden wie Apple oder Microsoft bekannt.

Ziel der Partnerschaft sei die Entwicklung eigener Halbleiter für Stellantis, aber auch für andere Unternehmen. 80 Prozent des eigenen Halbleiterbedarfs sollen durch die Kooperation gedeckt werden, so Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender von Stellantis.

Foxconn werde die Halbleiter auch in seinen eigenen Elektrofahrzeugen verbauen, heißt es in der heute veröffentlichten Pressemitteilung. Erste Modelle hat das taiwanische Unternehmen im Oktober vorgestellt.

Elektrofahrzeuge benötigen deutlich mehr Halbleiter als Autos mit Verbrennungsmotor. Die zuverlässige Versorgung mit diesen Komponenten, aber auch Rohstoffen wie Lithium für Batterien und Neodym für die Traktionsmotoren könnte in Zukunft zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Autohersteller werden.

Photo: iStock/metamorworks

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