Deutsche Börse setzt auf Krypto-Hype

5. Juli 2021 | Finanzen

Kryptowährungen und andere digitale Assets werden immer beliebter, stellen manchen Anleger allerdings vor Rätsel. Die Deutsche Börse will Vertrauen schaffen und investiert.

Immobilien und Rohstoffe wie Gold liegen als Investment weiter hoch im Kurs, andere alternative Investments werden aber zunehmend beliebter. Auch die Deutsche Börse Ag setzt auf diesen Trend und erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der schweizerischen Crypto Finance AG aus Zug. Crypto Finance ermöglicht professionellen und institutionellen Anlegern das Investment in digitale Assets, wie Bitcoin oder Ether. Immer mehr etablierte Finanzinstitute wollen in dieser neuen Assetklasse aktiv werden und suchen einen zuverlässigen Partner, kommentiert Thomas Book, Vorstand Trading & Clearing der Deutschen Börse. Ziel sei es, ein vollständig reguliertes Digital-Asset-Ökosystem für institutionelle Investoren in Europa aufzubauen. Das Geschäft der Crypto Finance wird von der schweizerischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) beaufsichtigt. Während sich die Deutsche Börse also vorerst auf Profianleger konzentriert, bietet die Stuttgarter Börse auch Privatanlegern einen regulierten Handelsplatz für Kryptowährungen. Da in diesem Bereich derzeit noch viele Unklarheiten herrschen, will sich die Europäische Union im September auf eine Regulierung einigen, die 2022 in Kraft treten soll. Das Vertrauen in diese und andere alternative Assets bei Verbrauchern dürfte dadurch weiter steigen. Dazu trägt auch das aktuelle Niedrigzinsumfeld bei, das die Streuung von Vermögenswerten als erfolgreiche Strategie für Wertsicherung und -zuwachs erscheinen lässt.

Photo: iStock/dulezidar

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