(UPDATE) Chinas Rohstoffbedarf steigt

9. Februar 2022 | Markt

Als Reaktion auf den steigenden Eigenbedarf hat China Ende Januar die Förderquote für Seltene Erden angehoben. Das könnte den Markt kurzfristig entlasten.

China hat die ersten Förderquoten für Seltene Erden in diesem Jahr festgelegt, wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Für das erste Halbjahr 2022 ist ein Abbau von 100.800 Tonnen vorgesehen; insgesamt ein Anstieg von 20 Prozent, verglichen mit 2021. Dabei steigen die Quoten für den Abbau von leichten Seltenen Erden um 23,2 Prozent, meldet das Informationsportal Shanghai Metals Market. Die Abbauquoten für mittlere und schwere Seltene Erden bleiben hingegen unverändert. Ebenfalls um 20 Prozent auf 97.200 Tonnen angehoben wurden die Quoten für die weitere Aufbereitung der Seltenen Erden.

Shanghai Metals Market prognostiziert, dass die neuen Förderquoten in den ersten beiden Quartalen zu einer gewissen Entspannung des Marktes führen werden. Nichtsdestotrotz werde das Angebot an Seltenen Erden im gesamten Jahr knapp bleiben.

Die Förderquoten werden üblicherweise zweimal pro Jahr festgelegt. Ihre Anhebung sei eine Reaktion auf die gestiegene Nachfrage insbesondere nach Neodym-Magneten, so ein Industrieanalyst gegenüber der chinesischen Global Times. Zurückzuführen sei dies auf die Energiepolitik des Landes. Damit dürfte der massive Ausbau der Windenergie gemeint sein, wofür große Mengen Neodym benötigt werden. Wie das Wirtschaftsmagazin Forbes jüngst meldete, betreibt China mittlerweile fast die Hälfte der weltweit installierten Offshore-Windkraftanlagen.

Photo: Xinhua

2030 oder 2050 Klimaneutralität
Strombedarf Erneuerbare Energien