China und Russland wollen Rohstoffe auf dem Mond erschließen

von | 4. Januar 2022 | Markt

Um Strategische Rohstoffe auf dem Mond zu erschließen, wollen China und Russland eine gemeinsame Forschungsstation aufbauen.

Reiche Bodenschätze wie Titan, Seltene Erden, Gold und Platin lagern auf dem Mond. Das beweisen Gesteinsproben aus verschiedenen Raummissionen. China und Russland wollen eine gemeinsame Forschungsbasis errichten, um diese Rohstoffvorkommen zu erforschen. Ihr Bau soll nun um acht Jahre auf 2027 vorgezogen werden, berichtet Asia Times. Damit wollen die beiden Nationen wahrscheinlich den USA zuvorkommen, die ihrerseits in großen Schritten zum Mond vorstoßen.

Die Nasa möchte, teils in Zusammenarbeit mit privaten Raumfahrtunternehmen wie SpaceX, in den nächsten Jahren wieder Astronauten auf den Erdtrabanten schicken – zum ersten Mal seit 1972. Die lunaren Rohstoffe und ihr möglicher Abbau stehen auch hier im Fokus. Als rechtlichen Rahmen für diese künftigen Mond-Aktivitäten brachten die Vereinigten Staaten im Oktober 2020 das umstrittene Artemis-Abkommen auf den Weg. Demnach dürfen Regierungen und Privatunternehmen auf Himmelskörpern Sicherheitszonen errichten, deren Betreten anderen Parteien untersagt ist, und gefundene Rohstoffe kommerziell nutzen. 

Anders als etwa Kanada, Japan und Australien lehnten Russland und China die Vertragsunterzeichnung ab und sind somit nicht Teil des Artemis-Projekts. Mitwirken dürfte China ohnehin nicht, denn ein Gesetz von 2011 untersagt der NASA die Zusammenarbeit mit der Volksrepublik. Mutmaßlich als Reaktion auf ihren Ausschluss aus dem US-Raumfahrtprogramm gaben China und Russland im letzten Frühjahr den Bau einer gemeinsamen Mondbasis bekannt.

Welche der rivalisierenden Großmächte ihre Pläne schneller umsetzen kann, bleibt abzuwarten. Mit dem neuen Wettlauf zum Mond könnte der globale Wettstreit um kritische Rohstoffe jedenfalls schon bald das nächste Level erreichen.

Photo: iStock/abriendomundo

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