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Freitag, 15. Mai 2026

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Bundeskanzler fordert „strategisches Update“ für das Recycling von Rohstoffen

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Offene Märkte und Handel unverzichtbar – einseitige Abhängigkeiten müssen vermieden werden.

Von einer Zeitenwende sprach Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar dieses Jahres. Wie die „europäischen Antworten“ darauf aussehen könnten, skizzierte Scholz am gestrigen Montag in einer Rede an der Karls-Universität in Prag.

Der Kanzler ging dabei auch auf das Thema der europäischen Souveränität ein, zu der er auch die Versorgung mit Halbleitern und Rohstoffen wie etwa Seltenen Erden zählt. Einseitige Abhängigkeiten müssten vermieden werden, auf offene Märkte und Handel jedoch könne Europa nicht verzichten. Allerdings sollten auch die Ressourcen, die bereits auf dem Kontinent vorhanden sind, entsprechend genutzt werden. Scholz verwies in seiner Rede auf das große Potential des Recyclings von Lithium bis hin zu Nickel. Dafür seien gemeinsame Standards für eine europäische Kreislaufwirtschaft notwendig, die der Politiker als „strategisches Update“ des Binnenmarkts bezeichnete.

Europa soll zudem zu Hightech-Standorten wie dem Silicon Valley oder Singapur aufschließen und sogar Vorreiter bei wichtigen Schlüsseltechnologien werden. Angefangen beim autonomen Fahren bis zum Aufbau eines europäischen Wasserstoff-Netzwerks.

Photo: iStock/SERGEY ALESHIN

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