Verbände: Ausbautempo der Windenergie zu langsam

20. Januar 2022 | Markt

Viele Windanlagen hängen in Genehmigunsverfahren fest, so die Branchenverbände Bundesverband Windenergie und VDMA Power Systems.

Wenn es nach der Bundesregierung geht, sollen zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands für die Erzeugung von Windenergie genutzt werden. Sie gilt als eine Schlüsseltechnologie, um bis 2030 das Ziel von 80 Prozent Erneuerbarer Energie erreichen zu können. Über den aktuellen Ausbaustand haben am heutigen Donnerstag der Bundesverband Windenergie und VDMA Power Systems in einer gemeinsamen Pressemitteilung informiert.

Im Gesamtjahr 2021 seien 484 Onshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.925 Megawatt ans Netz gegangen. Im Vorjahr waren es 1.431 MW. Trotz dieser Steigerung seien mit der aktuellen Ausbaurate die Klimaziele nicht zu erfüllen. Die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für die Errichtung von Windrädern müsse zur Priorität werden. Eine potentielle Leistung von 10.000 MW Windenergie würde in Verfahren „festhängen“, so die Verbände.

Der Ausbau der Windenergie geht einher mit einem hohen Bedarf an Rohstoffen – von Beton über Stahl bis zu Seltenen Erden wie Neodym, das für die Generatoren der Anlagen benötigt wird. Windkraft könne daher einen „maßgeblichen Einfluss auf den Markt der Seltenen Erden haben“, wie die Deutsche Rohstoffagentur DERA schreibt (PDF).

Photo: iStock/studio-fi

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