“Mine to Metal”-Strategie geht auf

26. November 2021 | Markt

Australian Strategic Materials produziert erste Neodymbarren in Südkorea. Eigene Mine liefert das Rohmaterial.

China besitzt nicht nur große Vorkommen Seltener Erden, sondern auch das Knowhow für deren Weiterverarbeitung. Dies gilt auch für die Herstellung von Permanentmagneten aus Neodym, die unter anderem für Elektromotoren benötigt werden. Angesichts der starken Abhängigkeit von China wurden zuletzt immer wieder Rufe laut, die Lieferketten für diese Komponenten zu diversifizieren.

Vor diesem Hintergrund ist auch der im Mai bekannt geworden Plan zur Errichtung einer Metallverarbeitungsanlage in Südkorea zu sehen. Die von Australian Strategic Materials (ASM) betriebene Anlage soll die südkoreanische Industrie mit strategischen Metallen und Seltenerdlegierungen beliefern.

Wie in dieser Woche bekanntgegeben wurde, sind die Schmelzöfen jetzt in Betrieb gegangen und die ersten Neodymbarren produziert worden. Die volle Produktionskapazität werde laut ASM in der zweiten Jahreshälfte 2022 erreicht.

ASM bezeichnet seine eigene Strategie, die Integration von Abbau und Weiterverarbeitung strategischer Rohstoffe innerhalb eines Konzerns, als „Mine to Metal“. Entsprechend stammt das Neodym, das in Südkorea weiterverarbeitet werden soll, überwiegend aus New South Wales, wo ASM eine eigene Mine betreibt. Neben Seltenen Erdenweist diese auch Vorkommen von Zirkonium, Niobium und Hafnium auf.

Photo: iStock/Oleksii Liskonih

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