Auf dem Weg zum Magnet Valley

14. Dezember 2021 | Markt

Die innere Mongolei ist Chinas Schatzkammer für Seltene Erden. Abbau und Verarbeitung sollen in den kommenden Jahren deutlich ausgeweitet werden.

Im chinesischen Baotou, gelegen in der autonomen Region der Inneren Mongolei, wird in der kommenden Woche das 13. Baotou China International Forum on Rare Earth Industry stattfinden. Erwartet werden auf diesem Branchentreffen der chinesischen Seltenerdindustrie neben der Ankündigung neuer Projekte auch Informationen zur Weiterentwicklung des Sektors.

Die Region habe große Ambitionen, schreibt die South China Morning Post. Bis 2025 soll sich die dort erzielte Produktionsmenge der kritischen Rohstoffe verfünffachen. Neben dem Abbau und der Aufbereitung soll auch die Verarbeitung, etwa zu Komponenten für Elektroautos, vorangetrieben werden. Für die Fahrzeuge werden unter anderem Permanentmagneten aus Neodym benötigt, das in der Mine Bayan Obo 150 Kilometer nördlich von Baoutou abgebaut wird. Die Mine gilt als das weltweit größte Vorkommen Seltener Erden.

Die Region hat also beste Ausgangsbedingungen, zum „Magnet Valley“ zu werden, wie es Baoutous Bürgermeister Zhang Rui in Anspielung auf die kalifornische IT-Hochburg „Silicon Valley“ forderte. Damit würde Chinas Marktmacht noch einmal deutlich steigen, denn bereits jetzt stammen Permanentmagneten, die auch für Windkraftanlagen benötigt werden, größtenteils aus der Volksrepublik. Angaben der Europäischen Rohstoffallianz (ERMA) zufolge macht ihr Anteil in der EU 98 Prozent aus.

Photo: Xinhua

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